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Markranstädt Taucher begrüßen im "Kulki" das neue Jahr
Region Markranstädt Taucher begrüßen im "Kulki" das neue Jahr
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14:07 19.05.2015
Mit einem "Allzeit gute Luft!" starten Sportler der Tauchschule Florian am Göhrenzer Strand des Kulkwitzer Sees mit ihrem ersten Tauchgang im neuen Jahr. Quelle: André Kempner

Leichter Wind, frische vier Grad Wassertemperatur waren es gestern im Kulkwitzer See, als die Tauchschule Florian zum traditionellen Neujahrstauchen an den Göhrenzer Strand lud. Nur ein einziges Mal hatte das Wetter dem Veranstalter in der Vergangenheit einen Strich durch die Rechnung gemacht: "Es muss Anfang der 90er gewesen sein, als uns der See nach einem Kälteeinbruch über Nacht mit einer Eisdecke überraschte", erinnert sich Tauchschule-Inhaber Dieter Florian. "Eistauchen mit einer Sicherungsleine ist zwar für geübte Sportler kein Problem, aber unvorbereitet kann das Tauchen unter der Eisdecke zu einem extremen Risiko werden. Doch in den 25 Jahren, in denen wir ausbilden, hat es nie einen ernsthaften Zwischenfall gegeben. Und beim Neujahrstauchen geht es ja auch weniger um spektakuläre Unterwasserabenteuer, als um das gemeinsame Erlebnis." Es ist eine schöne Tradition, das junge Jahr auf diese Weise zu beginnen, finden auch die Sportler - mit dem Tauchgang bekomme es doch gleich den richtigen Schwung.

Gesagt, getan: Acht gut gelaunte Taucher begrüßen 2015 mit dem symbolischen Akt. Flossen und wärmende Trockentauchanzüge an, Maske auf, ein paar kräftige Flossenschläge und schon sind sie verschwunden. Während die einen in die Tiefe gehen, "ertränkt" so mancher Spaziergänger das alte Jahr mit einem kräftigen Schluck Glühwein oder lässt sich die Bratwurst schmecken. Von Letzterer gab es wie immer reichlich - auf jeden Fall mehr als Taucher im Wasser, da hat Florian so seine Erfahrung aus den Vorjahren. Rund 30 Markranstädter und Grünauer verfolgen das kühle Spektakel am Ufer und verfügen über genügend Argumente fürs bloße Zuschauen: Freude an der Natur oder Spaß beim Bewundern der tapferen Taucher. "Es ist schon ein Sport, der Mut erfordert", findet Michael Paasch. "Ich hätte ja ein bisschen Bange vor der Dunkelheit in der Tiefe", ergänzt Ehefrau Rose-Marie. Jetzt könne man nur etwa acht Meter weit sehen, erläutert Dieter Florian und sagt weiter: "Die beste Sicht ist im Juni, Juli, dann kann man bis 15 Meter weit blicken. Die meisten Fische, von denen es im Sommer wimmelt, haben sich in diesen Tagen zur Winterruhe zurückgezogen, um Energie zu sparen. Sie verstecken sich zwischen den Pflanzen. Jetzt fallen auf ihnen weiße Überzüge auf: Glockentierchen - Kolonien von millimetergroßen Einzellern - die besonders in der kalten Jahreszeit zu sehen sind."

Ob die Wassersportler auch so ein bisschen Taucherlatein spinnen, möchte eine ältere Dame wissen. Über Begegnungen der besonderen Art müsse gar nicht geflunkert werden, so Florian: Im Kulki gebe es riesengroße Welse - zwei bis drei Meter lang - sie sieht man am besten im Mai, wenn die männlichen Welse den Laich bewachen. Das ist schon beeindruckend, da kommt man sich ganz nah", freut sich Florian auf künftige Tauchgänge. Doch ob Sommer, Winter oder Jahresanfang - was wünschen sich die Taucher das ganze Jahr über? Florian: "Allzeit gut Luft!"

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.01.2015
Ingrid Hildebrandt

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