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Markranstädt Tausende strömen zum Fest an die Bockwindmühle Lindennaundorf
Region Markranstädt Tausende strömen zum Fest an die Bockwindmühle Lindennaundorf
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08:00 06.06.2017
Anstehen für die Heimatgeschichte: Vor der Bockwindmühle in Lindennaundorf riss den ganzen Tag die Schlange nicht ab. Alle wollten einen Blick in das liebevoll restaurierte Mühlenbauwerk werfen. Quelle: Andre Kempner
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Markranstädt

Was für ein gut gelauntes Fest: Tausende Besucher strömten am Pfingstmontag zur Lindennaundorfer Bockwindmühle. Der dortige Heimatverein hatte anlässlich des Deutschen Mühlentages zu seinem traditionellen Mühlenfest geladen. Etwas Reeperbahn war auch dabei...

Wer früh kam, hatte noch die besten Chancen auf eine Mühlenbesichtigung. Gegen Mittag waren aber bereits alle Parkplätze auf dem Gelände vergeben, auch die Nachbarstraßen zugeparkt. Entsprechend voll war der Festplatz und entsprechend lang die Schlange am Aufstieg vor der liebevoll sanierten Mühle. Die Müller, gut erkennbar an weißen Michel-Mützen, nahmen es gelassen, auch als es noch enger wurde: „Der Platz ist rappelvoll“, sagte ein gut gelaunter Vereinschef Jens Schwertfeger am Nachmittag. Er werde wohl den ganzen Tag nicht mehr von der Mühle herunterkommen.

Hmmm: Volker Schmeißer mit frisch gebackenem Mühlenbrot. Quelle: Kempner

Andrang auch bei den Folgegewerken. „Wir backen im Akkord“, feixte etwa Volker Schmeißer am kürzlich neu gebauten Holzbackofen des Vereins. Immer drei Laibe auf einen Streich schoben Schmeißer und seine Bäckerkollegen in den knapp 190 Grad heißen Ofen. Eine Tonne Lehm und rund 2000 Schamottsteine seien dafür verbaut worden, erklärte er. Und dank der Kooperation mit der Bäckerei Kleinert aus der Lützner Straße, die auch an Feiertagen frische Teige vorbereite und die Laibe vorbacke, könne es auf dem Mühlenfest ganz frisches Mühlenbrot geben. In rund 15 Minuten seien die flachen Brote fertig gebacken, so Schmeißer.

Nebenan konnten aufmerksame Besucher das nächste Projekt des rührigen Heimatvereins sehen: Dort lagerte das Gestell eines Bauwagens. „Das wird mal unser Vorbereitungs- und Verkaufswagen. Damit wir etwas unabhängiger sind vom Wetter“, schaute Schmeißer voraus.

Das meinte es am Montag weitgehend gut mit dem Fest. So konnten sich Kinder bei Eberhard Rödger mit dem Lanz-Bulldog spazieren fahren assen. Oder bei Tilo Lehmann um die Wette ein Stück Dach decken. Einen Stand weiter wurden Werkzeugkästen aus Holz selbst gezimmert, oder bei Jochen Grögor Seile gedreht. Für ein 2,70 Meter langes Kinderspringseil würden etwa drei bis vier Minuten benötigt, erklärte der Liebertwolkwitzer. Er erzählte wortgewandt und amüsant von den Seilmachern, die früher in jeder Hafenstadt zu Hauf anzutreffen gewesen seien. Für die Herstellung der Seile, auch Reeps genannt, seien eigene verkehrsberuhigte Nebenstraßen benötigt worden. Dass nach dem Abzug der Seiler ausgerechnet aus einer der Reeperbahnen mal Deutschlands sündigste Meile hervorgehen sollte, war eine seiner Anekdoten.

Hannah (7) dreht sich bei Jochen Grögor ein Springseil. Quelle: Kempner

Wer sich an der Mühle nicht anstellen wollte, konnte sich im Vereinsheim eine Ausstellung von Karl Heinz Heinold zu „Große Mühlen ganz klein – das Mühlenwesen auf den Briefmarken dieser Welt“ anschauen, oder auch modernste Landmaschinentechnik auf der Festwiese bewundern.

Von Jörg ter Vehn

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