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Markranstädt Teenager aus Südamerika zu Gast in Markranstädt
Region Markranstädt Teenager aus Südamerika zu Gast in Markranstädt
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07:00 08.02.2018
Für den LVZ-Fotografen springen die jungen Ecuadorianer auch gern mal wild auf dem Schulhof herum. Die Austauschschüler aus Guayaquil sind noch bis Ende nächster Woche in der Stadt. Quelle: Foto: A. Kempner
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Markranstädt

Weit weg von Zuhause pauken derzeit Austausch-Schüler in Markranstädt. Genau 10 358 Kilometer beträgt die Entfernung zwischen ihrer Heimat Guayaquil in Ecuador und dem Gymnasium in Markranstädt.

Gut gelaunt wirbeln die 13 Teenager aus dem südamerikanischen Land den Schulalltag an der Parkstraße durchein-ander. Hernan, Rosemilia, Sofia, Emilio und die anderen sind Ende Januar von der deutschen Schule in der größten Stadt ihres Landes direkt nach Markranstädt zu Gastfamilien gekommen – einige schon zum wiederholten Mal (siehe Kasten).

Was Wunder: „Es ist der 17. Schüleraustausch mit Ecuador“, erzählt Koordinator Christian Ebel-Geißler. Elf weitere Schüler besuchten das Gymnasium in Schkeuditz, seien dort bei Gastfamilien untergebracht. Weil sich die Nachbarstadt so stark engagiere, finde dort Ende nächster Woche erstmals das Abschiedsfest mit den Ecuadorianern statt.

Für die 13- und 14-Jährigen gehe es danach weiter für einen Monat nach Berlin, eine Woche davon auch in ein Skilager nach Tschechien. So manch einer von ihnen kehrt eventuell mit 17 oder 18 Jahren als Praktikant nochmal zurück nach Markranstädt. Anfang März kämen fünf bis sechs im Rahmen eines Praktikums in die Stadt, würden bei Partnerbetrieben arbeiten, erklärt Ebel-Geißler.

Beim Gegenbesuch vorigen Oktober in Guayaquil sei er gebeten worden, in diesem Jahr auch erstmals ein Schülercamp für junge Ecuadorianer zu organisieren. „Dafür kommen vom 7. April bis zu 22. April insgesamt sechs Zehn- bis Elfjährige nach Markranstädt, ein Kind nach Schkeuditz“, so Ebel-Geißler. Die Kinder besuchten die Grundschulen Markranstädt und Großlehna. „Dafür suchen wir noch Gastfamilien in Großlehna für drei sportbegeisterte Kinder“, sagt er. Wer Interesse hat, könne sich bei ihm melden unter Tel. 0177 5146035 oder per Mail ebelsonne@aol.com.

Ecuadorianische Jugendliche mögen die Kälte

Emilio (14) genießt den Winter in Markranstädt, in Guayaquil ist Regenzeit. Er ist zum zweiten Mal beim Austausch dabei, wohnt bei der Familie eines Achtklässlers. „Hier kann man frei herumlaufen. In Ecuador ist es gefährlicher auf den Straßen“, sagt er.

Rosemilia (14) ist zum dritten Mal in Deutschland. „Ich habe meinen Geldbeutel verloren, dann war ich bei der Polizei. Alles Geld war noch im Portemonnaie“, erzählt sie überrascht. „In Ecuador hätte ich den Geldbeutel nie wieder gesehen.“ Besonders hat ihr in Leipzig der Ausflug auf die Eisbahn gefallen. „Ich übe noch“, lacht Rosemilia.

Diego (13) findet die Deutschen sehr nett. „Bei Puma und Adidas habe ich viel eingekauft. Das Essen hier schmeckt mir sehr gut, besonders das Fleisch“, findet er. Diego freut sich, dass er im Unterricht viel über Physik lernen kann. Er ist zum ersten Mal in Markranstädt dabei.

Antonella (13) kann sich vorstellen, später in Leipzig zu leben. Darum möchte sie bei ihrem ersten Aufenthalt viel Deutsch lernen, seit vier Jahren paukt sie bereits Vokabeln. „Ich mag es, dass die Deutschen gemeinsam mit dem Essen beginnen“, erzählt sie. In Ecuador sei das nicht üblich. „Besonders gut hat mir der Leipziger Zoo gefallen.“

Von Jörg ter Vehn

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