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Markranstädt Tierisch: Rossi und Isolde bringen ganz neue Erfahrungen
Region Markranstädt Tierisch: Rossi und Isolde bringen ganz neue Erfahrungen
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17:15 19.05.2015

Bis zur Aneignung mathematischer Grundbegriffe reiche das Spektrum der pädagogischen Möglichkeiten, erzählte Kita-Chefin Irina Tunsch. Und Spaß haben die Kinder auch.

Gestern war erst mal beschnuppern angesagt. Fünf Kita-Gruppen mit insgesamt 70 Kindern nahmen vorsichtig Fühlung mit Ziegenbock Rossi und Ziege Isolde auf, Möhrenstreifen und frisches Heu als Futter halfen dabei. Zur Farm gehörten zudem vier Hasen und zwei Meerschweinchen, sagt Andreas Luer vom Verein Richtungswechsel. Auf dessen Gelände "Outback" haben zehn langzeitarbeitslose Jugendliche in einem eigenen Projekt des Jobcenters unter anderem die Gehege gezimmert.

Den Bock habe er extra aus Bayern geholt, erzählte Luer gestern. Lange habe er nach einem extra friedlichen Tier für die Kinder gesucht, schließlich auf einer Farm fündig geworden. Das Tier sei sechs Jahre alt, wie auch die Ziegendame, die in Kürze lämmern werde. Eine Ziegenmutti aus Magdeburg mit zwei Zicklein werde in den nächsten Tagen die Herde komplettieren.

Nach dem Kennenlernen ginge ab nächster Woche die Pflege der Tiere los, freute sich Tunsch. Bis dahin würden die Kinder noch einen Futterplan aufstellen, dann nach und nach mehr zur Tierhaltung erfahren. Das reiche bis zur Futterzubereitung, dem Möhren schneiden oder Heu machen, ergänzte Luer. Und weil die Kinder für alle Tiere planen müssten, würden sie gleich etwas Mathematik mitlernen, so Tunsch. Sie und Luer mussten extra für das Projekt einen Sachkundelehrgang für Schaf- und Ziegenhaltung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft belegen.

Der Awo-Kindergarten mit seiner Außenstelle am Weißbachweg hatte das Projekt langfristig vorbereitet. "Wir waren natürlich im Tierpark Lützen", erzählte die Leiterin, aber eine Ziege sei auch mal zu Besuch in der Einrichtung gewesen. Die Erzieherinnen hätten zudem extra an einer Fortbildung "Tiergestützte Pädagogik" teilgenommen, sich in Halle eine Kita mit einem solchen Tier-Projekt angeschaut. Den Eltern sei das Vorhaben ebenfalls vorgestellt worden, so Tunsch. Gestern Abend trafen sie sich mit ihnen auch an Ort und Stelle, um gemeinsam das "Outback" mit den Tieren kennen zu lernen und am Lagerfeuer zu reden.

Paul, Lillie, David, Tim, Christian und die anderen 65 Knirpse gestern bekamen von all dem nur wenig mit. Sie waren erst mal fasziniert von den Ziegen, Hasen und Meerschweinchen. Viele Kinder würden Tiere und deren Pflege nur aus dem Fernsehen kennen, so Luer. Beim Umgang mit ihnen könnten die Drei- bis Sechsjährigen viel lernen, meinte Tunsch. Schon gestern war sie froh, dass sich die Kleinen so gut und lange konzentrieren konnten - sonst ein Problem vieler Kinder.

Für die Wochenendpflege der Tiere sei ebenfalls gesorgt, so Luer. "Das übernehmen die 'Wilden Kerle'", erzählte er. Die hätten auf dem Vereinsgelände ihren Treff, ihre Hilfe schon zugesagt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.04.2013

Jörg ter Vehn

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