Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markranstädt Tigerqueen auf dem Gipfel des Olymp
Region Markranstädt Tigerqueen auf dem Gipfel des Olymp
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:03 09.03.2018
Nach dem Glamour der monegassischen Manege ist Carmen Zander mit ihren Tigern wieder im Wintercamp in Dölzig angekommen. Quelle: André Kempner
Markranstädt/Schkeuditz

Tigerqueen Carmen Zander ist mit ihren „Mäusen“ vom 42. Internationalen Circus Festival aus dem warmen Monaco wieder in ihrem Winterquartier in Dölzig eingetroffen. Im Gepäck hat sie gleich drei Preise, die ihr Prinzessin Stéphanie persönlich zu stehenden Ovationen der Fürstenfamilie überreichte.

„Mehr geht einfach nicht“, sagt Carmen Zander überglücklich. Das Festival sei für sie vergleichbar mit den Olympischen Spielen für Sportler. Man könne sich dort nicht bewerben, man werde eingeladen. Sie wurde 2016 nach einem Auftritt in Nizza von der Prinzessin persönlich gebeten, nach Monte Carlo zu kommen.

Prinzessin Stéphanie von Monaco und Tigerqueen Carmen Zander. Quelle: Stefan Nolte

Den Vierzigtonner mit ihren Lieblingen an Bord hat sie persönlich über die Alpen und durch die engen Gassen des Fürstentums bis zum Festivalgelände am Meer gelenkt, die letzten Meter mit Polizeibegleitung. „Das war Millimeterarbeit“, erinnert sie sich. Was die Dompteurin dort mit ihren Königstigern Aschanti, Face, Kiara, Imani und der weißen Amurtigerin Saphira zeigte, begeisterte nicht nur das Publikum. Neben zwei hochkarätigen Auszeichnungen bekam sie einen ganz besonderen Preis, den „Mention spéciale de S.A.S. la Princesse Stéphanie“, den die Fürstentochter zuletzt im Jahr 2008 vergeben hat. „Meine Tiger haben alles für mich gegeben, sogar mein großes Sorgenkind Imani mit ihrer riesigen Angst vor Kamera-Objektiven hat ganz souverän mitgemacht“, schwärmt Zander.

Doch das Leben auf Achse, so aufregend es auch sein mag, fordert inzwischen seinen Tribut und zehrt an der Gesundheit der Dompteurin. „Ich liebe die Shows, auch die Reisen, aber es ist Hochleistungssport, der immer volle Konzentration verlangt“, sagt sie und träumt von einer Zukunft mit einem festen Zuhause für ihre Tiere. Aus einem Bauernhof mit 5000 bis 10 000 Quadratmetern würde sie gerne einen Tigerpark zaubern.

Bis dahin freut sie sich auf die Tigershows, die am Wochenende wieder beginnen. Unterstützung bekommt sie von Tigerfreunden, allen voran Gabriele und Ralph Salbach aus Frankenheim, die sich in einem Verein zusammengeschlossen haben. Sie helfen bei den Auftritten, kümmern sich ums leibliche Wohl der Gäste und ums Merchandising. Noch wird an der neuen, erweiterten Tribüne gebastelt, damit die Zuschauer die preisgekrönte Dressur jeden Samstag und Sonntag bis zum 29. April sehen können. Um 15 Uhr ist Einlass, 15.30 Uhr beginnt die Show. Bis 17 Uhr ist Carmen Zander für ihre Fans da und erzählt von ihrer Arbeit. Zwischen Glanz und Glamour in der Manege werde oft übersehen, wie hart der Job sei. Keine Sekunde dürfe sie unaufmerksam sein, weder während ihrer Auftritte noch im Alltag. „Obwohl die ’Mäuse’ Flaschenkinder sind, bleiben sie gefährliche Raubtiere, die nach Katzenart auch schnell mal ihre Laune ändern“, betont sie. Ein Tatzenhieb, Kuscheln oder eine Begrüßung nach Tigerart könnten lebensgefährlich sein.

Von Gislinde Redepenning

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bei einem Länderspiel Deutschland gegen Frankreich wird es in Markranstädt am 26. März großen Fußball geben. Auch wenn im Stadion am Bad „nur“ die U18-Mannschaften beider Länder aufeinander treffen.

05.03.2018

Seltsame Schäden registrieren Förster und Ortsvertreter im aufgeforsteten Wäldchen in Großlehna an der Autobahn: Bäume, die nicht in der Pflanzreihe stehen, sind angesägt und meist auch abgeknickt worden. Aber von wem?

02.03.2018

Die Tanzbärchen des Kultur- und Faschingsvereins (KFV) Seebenisch werden Sachsen bei den Norddeutschen Meisterschaften im karnevalistischen Tanzsport vertreten. Zur großen Freude bei den Kindern mischt sich im Verein auch die Sorge, wie das plötzlich benötigte Geld für Bus, Unterkunft und Verpflegung zusammenkommen kann.

01.03.2018