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Markranstädt Toilettenhaus am Kulkwitzer See wird erst nach der Badesaison fertig
Region Markranstädt Toilettenhaus am Kulkwitzer See wird erst nach der Badesaison fertig
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00:39 06.07.2015
Wird später fertig: das künftige "Toilettenschlößchen" am Kulkwitzer See. Quelle: André Kempner
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Markranstädt

Die Stadträte hatten im Februar zwar Umbau und Ausschreibung eines leerstehenden Gebäudes am Parkplatz Oststraße beschlossen, aber die Stadt hat es mit der Umsetzung nicht so eilig wie mancher Badegast.

Erst Ende des Jahres, also nach Ablauf der diesjährigen Saison, sei mit der Fertigstellung des Häuschens zu rechnen, erklärte Bürgermeister Jens Spiske (FWM) jetzt auf eine LVZ-Anfrage. In diesem Sommer, vermutlich noch im Juli, beginne der Bau. Derzeit werde die Bauausschreibung bearbeitet.

Beschlossen worden war der Umbau des ehemaligen Seglervereinshäuschens jedoch bereits am 5. Februar. Da hatte es auch geheißen, dass der Fördermittelgeber die Maßnahme bis Ende August abgerechnet sehen wolle. Darauf drängt die Landesdirektion nach Aussagen der Stadt aber inzwischen nicht mehr. Ende des Jahres sei der Termin, so Spiske.

Er gibt als Begründung für die Verzögerung des Baus die nötige Ausschreibung der Betreibung des Toilettenhäuschen an. Dazu seien Abstimmungen mit den Stadträten erforderlich gewesen, so der Stadtchef. "Darüber hinaus forderten die Stadträte eine Kostenoptimierung hinsichtlich der Bauausführung und auch der Ausstattung", erklärte Spiske. Darauf seien im Mai/Juni diese Optimierungen vorgenommen worden.

Aufgrund der Wünsche der Stadträte werde eine zusätzliche Dusche im behindertengerechten WC integriert. "Auf Edelstahlkomponenten wurde im Sinne der Kostenoptimierung weitgehend verzichtet", erläutert das Stadtoberhaupt.

Die Ausschreibung zum Betrieb dürfte das Rathaus kaum überrascht haben. Sie war bereits Thema der Ratsvorlage am 5. Februar. Damals hatten die Räte die Ausschreibung per Zusatzantrag der CDU beschlossen. Also für eine zusätzliche Dusche und etwas weniger Edelstahl fast fünf Monate Planungszeit - das riecht nach rekordverdächtig langsam.

Der Umbau des kleinen Häuschens, von Spiskes Parteifreund und Stadtrat Eddy Donat liebevoll "Toilettenschlößchen" getauft, hatte von Anfang an nicht gut ausgesehen. Noch vom vorherigen Stadtrat im Jahr 2014 auf den Weg gebracht, fühlten sich neue Stadträte vor allem der Freien Wähler von dem Vorhaben überrollt und zu wenig einbezogen. Der Standort am Parkplatz Oststraße, quasi das Eingangstor zum See, sei ungünstig, hieß es. Dort würden keine Toiletten gebraucht, hieß es, sondern zum Beispiel am Zugang zum See für Behinderte, der aber auf der ganz anderen Seite der Promenade liegt (die LVZ berichtete). Die Ausstattung mit vier Damen- und drei Herrentoiletten sowie einem WC für Behinderte erschien damals manchem Stadtrat als zu üppig. Jetzt kommt noch eine Dusche hinzu.

Rund 70 000 Euro soll der Umbau kosten, drei Viertel davon sind als Fördergeld bewilligt. Fürs Geschäft mit dem Geschäft, die Stadt rechnet mit mindestens 7800 Kosten pro Jahr, wird noch ein Betreiber gesucht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.07.2015
Jörg ter Vehn

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