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Markranstädt Trasse für Umgehungsstraße fällt jetzt bescheidener aus
Region Markranstädt Trasse für Umgehungsstraße fällt jetzt bescheidener aus
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08:00 08.01.2013
Bauamtschefin Uta Richter und Hartmut Kauschke vor dem Entwurf des neuen Flächennutzungsplanes, der heute Abend im Ratssaal vorgestellt wird. Quelle: André Kempner
Markranstädt

Der Plan wird derzeit überarbeitet, der aktuelle Stand samt vorgeschlagener Änderungen heute Abend ab 19.30 Uhr im Ratssaal im Markt 11 vorgestellt.

Der alte FNP sei seit September 2005 rechtskräftig, seitdem sei viel geschehen, erläuterte gestern Bauamtschefin Uta Richter den Hintergrund. Die Straße in Frankenheim sei gebaut, der Bebauungsplan für das Ostufer des Kulkwitzer Sees aufgestellt und die Biogasanlage in Thronitz errichtet worden, nannte sie nur einige Beispiele. Zudem sei im Sommer 2010 das Integrierte Stadtentwicklungskonzept verabschiedet worden, in dem neben ideellen Zielen auch solche baulicher Art wie Windkraft- und Photovoltaik-anlagen stehen. „Dies alles gilt es in den neuen Flächennutzungsplan einzuarbeiten, ihn damit dem Status quo anzupassen“, so Richter.

So seien etwa neue Flächen für Windenergieanlagen in Frankenheim und südlich von Seebenisch in Richtung Knautnaundorf im FNP vorgesehen, erläuterte Bearbeiter Hartmut Kauschke. Die Umgehungsstraße, deren bisher im FNP vorgesehene großräumig um die Stadt herumführende Trasse aus dem Bundesverkehrswege- und auch dem Landesentwicklungsplan wieder herausgefallen ist, sei etwas bescheidener geplant worden, erläuterte Richter. Diese nutze im Süden die bislang gewünschte Trasse, im Norden anstelle der Umfahrung aber jetzt die bestehende Siemensstraße. Damit sei die Umsetzung weniger aufwendig, eine Realisierung etwas wahrscheinlicher, heißt es im Bauamt.

Im Vorfeld habe die Verwaltung auch bei den Ortschaftsräten nachgefragt, was aus ihrer Sicht verändert werden müsse. So sei etwa eine kleine Wohnbaufläche für Seebenisch aufgenommen worden, solle in Göhrenz/Albersdorf eine alte Bungalow-Siedlung mit Wohnhäusern als Wohnstandort neu geordnet werden. „Auch neue Waldflächen werden ausgewiesen“, sagte Richter. Dabei gehe es in Großlehna darum, bestehende Forstflächen zu erweitern, um auch den Schallschutz für den Ort zu verbessern.

Der Entwurf sei recht weit gediehen, freute sich Richter. „Auch im Fachausschuss ist schon über die möglichen Änderungen beraten worden“, sagte sie. Wenn alles gut gehe, könne der neue FNP noch 2013 vom Stadtrat verabschiedet werden.

Jörg ter Vehn

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