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Markranstädt Trotz einiger Absagen gelungene Premiere
Region Markranstädt Trotz einiger Absagen gelungene Premiere
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14:41 19.05.2015
Hochkonzentriert: Chor und Orchester bei der Uraufführung zweier Kantaten aus Bachs Weihnachtsoratorium in der St. Laurentiuskirche. Quelle: André Kempner

Nummer fünf und sechs, vom großen Komponisten auch extra geschrieben für die Zeit nach dem eigentlichen Fest, wurden erstmals in Markranstädt aufgeführt. "Und es war vielleicht auch gut, sie jetzt erst aufzuführen", meinte Lehmann gestern. Abseits vom Adventsstress in vielen Familien habe so in der Kirche beim Publikum eine Ruhe und Gelassenheit geherrscht, wie sonst eher selten. Lehmann. "Man hätte eine Stecknadel fallen hören können."

Etwa zu drei Vierteln gefüllt sei die große St. Laurentiuskirche gewesen, freute er sich. Dabei sei der Vorverkauf für die weniger oft gespielten Kantaten noch sehr schleppend gelaufen, viele Karten erst über die Abendkasse weggegangen.

Die Besucherzahl war nicht das einzige, was dem Dirigenten und Organisator Lehmann im Vorfeld Sorgen bereitete. "Wir hatten nur sechs Wochen Zeit für die Proben", so der Kantor. Acht Proben für zwei neue Kantaten seien nicht viel. Zudem habe er ein neues Streichorchester und neue Soliste für die Aufführung zur Verfügung gehabt - "wir haben also ein bisschen gepokert", schmunzelte er.

Den Freitag und den Vormittag vor dem Konzert ging die Aufregung weiter. "Es gab viele Absagen aus dem Chor, einige wurden krank", erzählte Lehmann. Er habe sich schon gar nicht mehr getraut, ans Telefon zu gehen.

Am Ende standen dann noch rund 40 Chormitglieder auf den Podesten in der Kirche. Er habe zwar mit 50 kalkuliert, so Lehmann, "aber der Chor war äußerst diszipliniert und hat gezeigt, dass er auch so große Aufgaben meistern kann", war er sichtlich stolz auf das Erreichte.

Es habe viel und lange Applaus gegeben hinterher. Gerade die Kantaten fünf und sechs hätten auch eine ungeheure musikalische Kraft, die den bekannteren Kantaten in nichts nachstehen würden, meinte er.

Es sei trotz der vielen Unbekannten alles so gut gelaufen und die Resonanz sei so gut gewesen, dass er sich vorstellen könnte, das Konzert in zwei Jahren zu wiederholen, sagte er gestern. Dann sei auch eine Aufführung etwas näher an Weihnachten heran sicher möglich.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.02.2014
Jörg ter Vehn

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