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Markranstädt Unerklärliches Verschwinden von Katzen in Kitzen
Region Markranstädt Unerklärliches Verschwinden von Katzen in Kitzen
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16:57 30.11.2011
Nur noch ein Bild ist Jürgen Mallaun von seiner Katze geblieben. Die kaum zwei Jahre alte Susi ist wie drei andere Tiere der Familie spurlos verschwunden. Quelle: André Kempner
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Kitzen

„Als er nicht mehr auf das Schlüsselklappern reagierte, bei dem er immer pünktlich zum Haus zurückkehrte, überkam uns sofort eine böse Ahnung“, erinnert sich Mallaun an diesen Moment Mitte Oktober.

Nicht ohne Grund: Denn seiner Familie gehörten in den vergangenen Jahren vier Katzen – und alle sind verschwunden. Noch kurz zuvor war die grau getigerte Katze Susi, die noch keine zwei Jahre alt war, von einem Ausflug nicht wieder heimgekehrt.

„Wir und vor allem meine Enkelin Charlotte hingen sehr an den Tieren“, beschreibt Mallaun die traurige Situatuion. Dass die Katzen unter Umständen einfach Gefallen an ihrer Freiheit gefunden haben könnten und weggelaufen sind, schließt Mallaun aus. Denn bevor sie aus dem Haus durften, wurden sie wochenlang an Katzentoilette, Schlafplatz und Futterzeiten gewöhnt. Erst dann durften die Freigänger nachts aus dem Haus und kamen immer wieder, bis sie urplötzlich verschwunden blieben. „Gerade unser Kater Tiger war unheimlich anhänglich und verschmust, hing ebenso an unserer Enkelin, wie sie an ihm.“

Mallaun hat im Dorf und bei Nachbarn nach dem Verbleib der Tiere geforscht. Auch die Wege und Landstraßen ist er mit seiner Enkelin abgelaufen, hat dort nach seinen Katzen gesucht, ebenfalls vergeblich. „Wenn sie bei Unfällen von einem Auto überfahren worden wären, dann hätte man zumindest Spuren oder Überreste von ihnen gefunden, aber nichts“, so Mallaun.

Der Rentner mag auch nicht an böse Streiche der Nachbarn glauben. Er vermutet, dass womöglich die Fellfarbe den Katzen zum Verhängnis wurde. Denn alle waren sie getigert. „Ich könnte mir vorstellen, dass Tierfänger Duftstoffe ausgelegt und sie eingefangen haben. Vielleicht, um sie für Tierversuche zu missbrauchen oder um ihr Fell zu verwerten“, spricht er seine bösen Ahnungen aus. Das würde das spurlose Verschwinden erklären.

Der Rentner möchte sich keine Katze mehr anschaffen, bevor das Verschwinden nicht geklärt ist. Sein Sohn und seine Schwiegertochter aber haben sich ein kleines Kätzchen ins Haus geholt – und hoffen, dass es dieses Mal gut geht. Mallaun jedoch setzt darauf, dass sich doch noch Hinweise ergeben. Wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat, oder etwas beobachtet hat, kann sich bei ihm unter Telefon 034203 54391 oder per Mail an mallaun@gmx.de melden.

Kerstin Leppich

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