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Markranstädt Ursache für Feuchtigkeit wird gesucht
Region Markranstädt Ursache für Feuchtigkeit wird gesucht
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15:55 19.05.2015
Sanierungsfall Sportcenter: Hallentechniker Tilo Krüger kontrolliert einen Entfeuchter. Während der Maßnahme in den Schulferien seien die Wassereimer täglich zweimal voll Wasser gewesen, erinnerte er sich. Quelle: André Kempner

Dutzende Schläuche und Leitungen ragen in den Fußboden, bestimmen das Bild des Kabinenganges. Dazwischen stehen die Entfeuchter, mit denen seit den Ferien das Wasser aus dem Fußboden gesogen wurde. In der Halle selbst sind es nicht so viele, aber bis unter die Tribüne reichen die Leitungen der insgesamt acht Entfeuchter. Hallentechniker Tilo Krüger: "Die Zehn-Liter-Eimer waren morgens und abends immer voll, die Halle im Sommer während der Trocknung bis zu 50-60 Grad heiß."

Seit voriger Woche sei das beendet, so Bauamtschefin Uta Richter gestern. Der Untergrund sei jetzt trocken. Nun werde kontrolliert, an welcher Stelle der Boden zuerst beginne, wieder feucht zu werden. Sie und die beauftragte Firma erhoffen sich damit Rückschlüsse auf die Quelle des Übels. "Denn irgendwoher kommt Wasser, wir wissen nur noch nicht von wo", erklärte sie. Denkbar seien undichte Brauchwasserleitungen, defekte Durchlässe oder Mängel bei der Bodenplatte.

Bis Ende des Monats werde die Suche sicher noch weitergehen, bis dahin auch die Halle geschlossen bleiben, sagte sie. Wenn sich dann herausstelle, dass die Quelle nicht unter der Halle selbst liegt und diese also nicht geöffnet werden müsse für die Reparatur, könne sie wieder öffnen, erklärte sie.

Wie berichtet, hatte der Stadtrat im Frühsommer grünes Licht für die Sanierung des Sportcenters gegeben, bei dem bereits kurz nach Fertigstellung des Baus Feuchteschäden festgestellt wurden. Zu Zeiten von Ex-Bürgermeisterin Carina Radon (CDU) wurde die Reparatur nicht begonnen, um nicht in den Rechtsstreit der Mängelbeseitigung einzugreifen. Die Beteiligten seien sich jetzt jedoch einig, zunächst die Maßnahmen umzusetzen, um die Halle wieder nutzen zu können und danach über das Geld zu reden, so Richter.

Die Stadt finanziere die Maßnahme vor. So teuer, wie ursprünglich befürchtet, werde es aber nicht, sagte die Bauamtschefin. So seien bei der Reparatur der Dachfenster lediglich Einzelteile und Dichtungen ausgetauscht worden. Bei einem Stresstest solle nun das Ergebnis überprüft werden. Dann müssten noch die Gullys für die Dachentwässerung tiefer gelegt werden, um den Abfluss zu verbessern. Schließlich werde noch das Styropor zwischen den Lichterbändern gegen Steinwolle ausgetauscht, um nichts Brennbares mehr auf dem Dach zu haben. Dabei werde zugleich geprüft, ob der Rest der Wärmedämmung trocken geblieben ist. "Wenn ja, bräuchten wir auch keinen statischen Nachweis mehr vorzulegen für den Sonderfall von Jahrhundertschnee und feuchter Dachdämmung", erklärte die Bauchefin. Jörg ter Vehn

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.09.2013

Jörg ter Vehn

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