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Markranstädt Veranstaltungen sollen aus Markranstädter Lärmaktionsplan gestrichen werden
Region Markranstädt Veranstaltungen sollen aus Markranstädter Lärmaktionsplan gestrichen werden
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10:17 09.06.2018
Zwei Stadträtinnen waren auf dem Weg zur Sitzung in Markranstädt mit dem Fahrstuhl steckengeblieben. Nach etwa einer dreiviertel Stunde konnten sie befreit werden. Quelle: Roland Heinrich
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Markranstädt

Die Stadtratssitzung in Markranstädt am Donnerstagabend wurde von einem unschönen Randgeschehen begleitet: Als die Erste Beigeordnete Beate Lehmann in Vertretung des urlaubenden Bürgermeisters Jens Spiske (FWM) zu Beginn der Sitzung die Anwesenheit prüfte, kam die Information, dass die Stadträtinnen Pia Nörenberg und Monika Rau mit dem Fahrstuhl steckengeblieben seien. Nicht zum ersten Mal hat sich eine derartige Havarie ereignet. Nach einiger Unruhe setzte Lehmann mit Zustimmung der Räte im Saal die Sitzung fort. Etwa eine dreiviertel Stunde später stießen dann auch die beiden Stadträtinnen zur Sitzung hinzu.

Dort stellte Simon Endig von der IHB Ingenieurdienstleistungen GmbH gerade den Entwurf des Lärmaktionsplanes vor, dessen öffentliche Auslegung die Stadträte beschließen sollten. Stadtrat Jens Schwertfeger (CDU) formulierte aber einen Antrag, Feste und Veranstaltungen, die nur vereinzelt stattfinden, aus dem Lärmaktionsplan zu streichen. Konkret ging es ihm um die Festwiese Lindennaundorf und den Strandbereich am Kulkwitzer See. Dem stimmten Bauamtschef Sven Pleße und auch Lehmann zu: „Seltene Ereignisse müssen nicht zwingend genannt werden“, sagte Pleße. Es entstand eine kurze Diskussion darüber, ob man, da es sich um einen Entwurf handele, nicht trotzdem die Auslegung beschließen könne. Schließlich wurde der Antrag mehrheitlich angenommen und eine Entscheidung zum Lärmaktionsplan-Entwurf vertagt.

Matthias Kuhne stellte dann die Vorhaben der Mingzhi Technology Leipzig GmbH vor. „Wir wollen auf circa 2000 Quadratmetern eine Montagehalle mit Produktion bauen“, sagte er. Hinzu käme ein Verwaltungsgebäude. Rund 30 Arbeitsplätze sollten entstehen. Derzeit habe man 19 Mitarbeiter. Auf Nachfrage sagte Kuhne, dass in einer zweiten Ausbaustufe eine Erweiterung im Plan sei. Der Firmensitz solle, auch wenn im Namen weiter Leipzig stehen soll, Markranstädt werden. Der Verkauf einer 1,6 Hektar großen Fläche in Großlehna an Mingzhi wurde einstimmig beschlossen.

Ebenfalls einstimmig votierten die Räte für den Verkauf eines Gewerbegrundstückes in der „Ranstädter Mark“ an die Merschbrock-Wiese GmbH. Geschäftsführer des Gewürze-Herstellers, Marko Wiese, will dort bis zum Herbst 2019 eine 2000 Quadratmeter große Halle mit Verwaltungs-, Verkaufs- und Schauraum errichtet haben. Das Besondere: Durch eine teilweise Klinker-Architektur soll ein Manufaktur-Charakter im Industrie-Charme entstehen. Etwa 10 bis 20 Arbeitsplätze sollen zunächst geschaffen werden, weitere in den nächsten Jahren folgen.

Diskussionen dann beim Brandschutzbedarfsplan: „Wie geht es denn nach dem Beschluss weiter? Ich denke, wir sollten doch gleich einen Förderantrag stellen“, bemerkte Ingrid Barche (BfM). Die Ortswehr Gärnitz brauche dringend ein Fahrzeug, fahre derzeit mit einem vom Baujahr 1985. Erst im nächsten Doppelhaushalt 2020/21 könne das mit aufgenommen werden, meinte die Erste Beigeordnete. Es gebe im Landkreis zwar Fördermittel, aber auch eine mit dem SSG abgestimmte Prioritätenliste, die zunächst abgearbeitet werde.

Von Roland Heinrich

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