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Verkehrslärm verursacht ?menschenverachtende Zustände?

Verkehrslärm verursacht ?menschenverachtende Zustände?

Ein paar Minuten an der Schkeuditzer Straße genügten gestern Vormittag Gisela Kallenbach. Danach sprach die bündnisgrüne Landtagsabgeordnete und umweltpolitische Sprecherin der Fraktion schon von "menschenverachtenden Zuständen" an der Bundesstraße.

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Verkehrslärm macht krank: Gisela Kallenbach (4.v.l.) und einige Mitstreiter der AG Verkehrslärm an der Kreuzung von B186 und B87 in Markranstädt.

Quelle: André Kempner

Markranstädt. Kallenbach und die AG Verkehrslärm Markranstädt hatten am Internationalen Tag gegen Lärm zu einer Aktion aufgerufen.

Die wenigen Minuten an der verkehrsreichen Straße seien für die sehr lehrreich gewesen, so Kallenbach. Seit Jahren arbeite sie an umweltpolitischen Themen, auch zum Thema Verkehrslärm sei es schwierig im Landtag Mehrheiten zu finden. Mal heiße es "freie Fahrt für freie Bürger", mal stünden sofort Arbeitsplätze auf dem Spiel. Dabei mache Lärm erwiesenermaßen krank. "Und es ist menschenverachtend, so leben zu müssen", sagte sie Blick auf die B186 hinterm Rathaus und die kleine Demonstrantenschar, die dem Aufruf der AG gefolgt war.

Unter ihnen war auch Rainer Kirsche, der mit seiner Frau an der Schkeuditzer Straße lebt. Nur zu gut kann er Aussagen anderer an der Straße bestätigen, wonach jedes Mal die Gläser im Wohnzimmer wackeln, wenn ein Lastwagen vorbeirauscht. Andere berichteten von Rissen in ihren Häusern, die auch vom schlechten Zustand der Leipziger Straße rührten. Jeder Lastwagen, der in ein solches Loch fahren, lasse es erbeben, scheine die Risse zu vergrößern, hieß es.

"Verkehrsregeln sind keine Naturgesetze", sagte Kallenbach. Sie seien von Menschen gemacht, könnten auch für Menschen verändert werden. Sie erzählte von der Leipziger Theresienstraße, in der die Anwohner Tempo 30 in der Nacht durchgesetzt hätten. Und das sei auch eine Bundesstraße.

Burkhard Schmidt von der AG Verkehrslärm berichtete von der abgelehnten Vorstößen der Stadt und auch der AG zum Thema Tempo 30. Derzeit scheine in den Ämtern nicht klar zu sein, wer was auf einer Bundesstraßen anordnen dürfe. "Da traut sich derzeit keiner was", war seine Meinung. Kallenbach nahm das Thema mit, will mit einer Kleinen Anfrage im Landtag den Freistaat zu einer Äußerung drängen.

Abgelehnt worden sei Tempo 30 vom Kreis auch mit der Begründung, dass es kaum eine Lärmminderung bringe, ärgerte sich Schmidt. Dabei gebe es aktuellere Studien, die das Gegenteil bewiesen. Er hat jetzt der Stadt vorgeschlagen, die Daten und Karten zur Lärmaktionsplanung (die LVZ berichtete) mal auf der Grundlage von Tempo 30 auf den Bundesstraßen durchrechnen zu lassen. Bauamtschefin Uta Richter versprach gestern, die Idee aufzugreifen und die Untersuchung in Auftrag zu geben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.04.2013

Jörg ter Vehn

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