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"Vernässungsfläche Kulkwitz": Keine Lösung von der Stange

"Vernässungsfläche Kulkwitz": Keine Lösung von der Stange

So schnell wie möglich wollen die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) Lösungen zur Schmutzwasser-Entsorgung im Raum Kulkwitz finden. Aber diese gebe es nicht "von der Stange", mitunter seien die KWL auch erst auf die Erlaubnis anderer angewiesen, bat Sprecherin Katja Gläß gestern um Verständnis.

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Landunter: Das Pumpenhaus in Gärnitz steht seit Ende 2010 im Wasser.

Quelle: Jörg ter Vehn

Markranstädt. Wie berichtet, hatten vor wenigen Tagen auf einer Infoveranstaltung der Stadt Markranstädt zum Thema "Vernässungsflächen Kulkwitz" Anwohner ihren Unmut über die Situation geäußert. Sie würden eine Abwasserabgabe an die KWL leisten, doch das Überlaufwasser aus ihren Kleinkläranlagen fließe direkt in den See vor ihrem Haus, hatte es geheißen. Die "Vernässungsflächen" in den Senken waren als Folge des Braunkohlebergbaus in der Region entstanden. Gespeist werden sie über ansteigendes Grundwasser, Regen - und Gräben, in die zum Teil das vorgereinigte Abwasser aus den Kleinkläranlagen der Anlieger einleiten.Für die nördliche "Vernässungsfläche" bei Kulkwitz wäre eine Option, das Schmutzwasser in die bestehende, vor Kurzem neu gebaute Straßenentwässerungsleitung unter der Kreisstraße einzuleiten, erklärte Gläß. Hierzu müssten allerdings noch rechtliche Fragen geklärt werden. Das Problem daran sei jedoch, dass die Leitung nicht als Schmutzwasserleitung gebaut wurde und nicht den KWL gehöre, sondern dem Kreis. Der müsse erst sein Einverständnis für eine Mitnutzung geben. Gespräche dazu liefen, so Gläß. Für die Techniker stehe jedoch fest, dass bei einer Nutzung dieser Leitung das Schmutzwasserproblem für die nördliche Fläche beseitigt werden könne. Für die südliche Fläche bei Gärnitz gebe es keine Lösung von der Stange. Die Anwohner im Neubaugebiet würden ihre vorgereinigten Schmutzwässer ohnehin über das bestehende Containerklärwerk, die Anwohner südlich der Seitenstraße über eine bestehende Regenwasserleitung Richtung Thronitz entsorgen und so gar nicht die "Vernässungsfläche" belasten, erklärte Gläß. Nur bei drei oder vier Grundstücken im direkten Umfeld der Fläche sei dies anders. Wenn diese das Überlaufwasser wie bisher weiter ableiten sollen, müsse eine weitere Stufe dazwischengeschaltet werden. Eine solche Anlage zur Phosphateliminierung sei möglich und machbar, sei aber Neuland, das brauche etwas Zeit, so Gläß. Bis Ende 2015 seien die KWL gehalten, eine Lösung vorzuhalten. "Wir würden aber gerne eher fertig sein", so die Sprecherin. Ende Mai sollen die Planungsergebnisse dafür vorliegen. Die Abwasserfrage ist nur eine zu den Flächen. Wie berichtet, soll etwa der Pegel der Gewässer dauerhaft über natürlich fließende Gräben in Richtung Thronitz geregelt werden. Wie diese gebaut werden und wer dafür aufkommt, ist noch unklar.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.04.2014
Jörg ter Vehn

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