Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markranstädt "Vernässungsfläche Kulkwitz": Keine Lösung von der Stange
Region Markranstädt "Vernässungsfläche Kulkwitz": Keine Lösung von der Stange
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:21 19.05.2015
Landunter: Das Pumpenhaus in Gärnitz steht seit Ende 2010 im Wasser. Quelle: Jörg ter Vehn

Wie berichtet, hatten vor wenigen Tagen auf einer Infoveranstaltung der Stadt Markranstädt zum Thema "Vernässungsflächen Kulkwitz" Anwohner ihren Unmut über die Situation geäußert. Sie würden eine Abwasserabgabe an die KWL leisten, doch das Überlaufwasser aus ihren Kleinkläranlagen fließe direkt in den See vor ihrem Haus, hatte es geheißen. Die "Vernässungsflächen" in den Senken waren als Folge des Braunkohlebergbaus in der Region entstanden. Gespeist werden sie über ansteigendes Grundwasser, Regen - und Gräben, in die zum Teil das vorgereinigte Abwasser aus den Kleinkläranlagen der Anlieger einleiten.Für die nördliche "Vernässungsfläche" bei Kulkwitz wäre eine Option, das Schmutzwasser in die bestehende, vor Kurzem neu gebaute Straßenentwässerungsleitung unter der Kreisstraße einzuleiten, erklärte Gläß. Hierzu müssten allerdings noch rechtliche Fragen geklärt werden. Das Problem daran sei jedoch, dass die Leitung nicht als Schmutzwasserleitung gebaut wurde und nicht den KWL gehöre, sondern dem Kreis. Der müsse erst sein Einverständnis für eine Mitnutzung geben. Gespräche dazu liefen, so Gläß. Für die Techniker stehe jedoch fest, dass bei einer Nutzung dieser Leitung das Schmutzwasserproblem für die nördliche Fläche beseitigt werden könne. Für die südliche Fläche bei Gärnitz gebe es keine Lösung von der Stange. Die Anwohner im Neubaugebiet würden ihre vorgereinigten Schmutzwässer ohnehin über das bestehende Containerklärwerk, die Anwohner südlich der Seitenstraße über eine bestehende Regenwasserleitung Richtung Thronitz entsorgen und so gar nicht die "Vernässungsfläche" belasten, erklärte Gläß. Nur bei drei oder vier Grundstücken im direkten Umfeld der Fläche sei dies anders. Wenn diese das Überlaufwasser wie bisher weiter ableiten sollen, müsse eine weitere Stufe dazwischengeschaltet werden. Eine solche Anlage zur Phosphateliminierung sei möglich und machbar, sei aber Neuland, das brauche etwas Zeit, so Gläß. Bis Ende 2015 seien die KWL gehalten, eine Lösung vorzuhalten. "Wir würden aber gerne eher fertig sein", so die Sprecherin. Ende Mai sollen die Planungsergebnisse dafür vorliegen. Die Abwasserfrage ist nur eine zu den Flächen. Wie berichtet, soll etwa der Pegel der Gewässer dauerhaft über natürlich fließende Gräben in Richtung Thronitz geregelt werden. Wie diese gebaut werden und wer dafür aufkommt, ist noch unklar.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.04.2014
Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sachsen hat zwar keinen König mehr, aber etliche Königinnen. Besonders viele und besonders schöne stehen rund um Leipzig. Der Tourismusverein Leipziger Neuseenland hat sich der Orgeln angenommen, will der Königin der Instrumente mit Touren und Konzerten unter dem Motto "Faszination Orgel" verstärkt huldigen.

19.05.2015

Eine schnelle Lösung für die Vernässungsflächen in Kulkwitz und Gärnitz ist nicht in Sicht, Ansätze dafür gibt es jedoch. Bei einer Infoveranstaltung Donnerstagabend bei der Seebenischer Feuerwehr wurden diese den Anwohnern erklärt.

19.05.2015

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_31985]Markranstädt. Mit dem Bau des Citytunnels verbessern sich für viele Bewohner der Umlandorte die Möglichkeiten, komfortabel per Zug in die Leipziger Innenstadt zu reisen.

19.05.2015
Anzeige