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Via Regia Classic ist Oldtimertreffen der Superlative

Via Regia Classic ist Oldtimertreffen der Superlative

Die Via Regia Classic ist ein Oldtimertreffen der Superlative. Doch hier geht es nicht um Stichworte wie schneller, höher, weiter, sondern um älter, detailgetreuer und um das schönere Fahrer-Outfit.

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Peter und Martina Pflug sind mit ihrem Ford A seit Jahren bei der Via Regia Classic dabei. Ihr Hund Lona muss natürlich auch mit.

Quelle: Julia Tonne

Markranstädt. Mehr als 120 Fahrzeuge, die mindestens 30 Jahre alt sind, waren am Wochenende bei der mittlerweile 15. Via Regia in Markranstädt dabei. Viele Fahrer kamen aus der Region, etliche aber auch aus ganz Deutschland, einer gar aus Schweden.

"Die Ausfahrt ist eine Zuverlässigkeitsfahrt", erklärt Horst Wendt vom Oldtimerverein Markranstädt. Auf den rund 80 Kilometern gehe es nicht darum, am schnellsten unterwegs und dann auch im Ziel zu sein. "Viel wichtiger ist es, die Zwischenprüfungen auf der Strecke zu bewältigen", sagt er.

Eines der wohl ältesten Fahrzeuge hatten Peter und Martina Pflug. Die Markkleeberger nennen seit sieben Jahren einen Ford A aus dem Jahr 1928 ihr Eigen. Beide sind von Anfang an bei der Via Regia Classic dabei, was aber nicht nur an der kurzen Anreise liegt, "sondern an der gut organisierten und vor allem hochwertigen Tour", wie Pflug erklärt. "Unterwegs muss man zum Beispiel unter Beweis stellen, dass man das Auto sicher einparken und rangieren kann", erzählt der Oldtimer-Fan, der als Ingenieur auch selbst an seinem Schmuckstück bastelt. Und der Ford hat schon einiges von dieser Welt gesehen, die längsten Touren führten das Paar nach Kroatien und nach Split.

"Die alten Wagen halten viel mehr aus als die modernen Autos von heute", sagt Bodo Haust aus Radebeul. Vieles sei noch echte Handarbeit, heutzutage sei viel zu viel Technik verbaut. Haust ist mit seinem Mercedes 380 SL von 1981 ebenfalls in jedem Jahr in Markranstädt dabei, "schon alleine, um die anderen Fahrer alle wieder zu treffen". Seit mittlerweile 1965 gehören er und seine Frau Ursula zur Oldtimer-Szene, "da ist jede Ausfahrt fast wie ein Familientreffen", sagt sie.

Zu einem Treffen dieser Art gehört es für viele Fahrer und Beifahrer natürlich auch, sich selbst in Schale zu werfen. Detlef und Annette Kölling aus Schkeuditz haben sich extra schick gemacht und sich stilecht so gekleidet, wie es sich für ihren DKW F von 1939 gehört. Auch sie kommen seit Beginn hierher, "das ist schließlich der Saisonauftakt - noch dazu einer der besten", wie die beiden betonen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.05.2015
Julia Tonne

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