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Markranstädt Viele Orden - aber auch Kritik
Region Markranstädt Viele Orden - aber auch Kritik
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15:16 19.05.2015
Die Markranstädter Fluthelfer mit der Bundestagsabgeordneten Katharina Landgraf (Mitte) und der Ersten Beigeordneten Beate Lehmann (rechts). Quelle: André Kempner

171 Mitglieder verteilt auf acht Ortswehren, die in diesem Jahr zusammen schon fast 10 000 Stunden ehrenamtlich im Einsatz oder in Aus- und Weiterbildung waren: Die Markranstädter Feuerwehren sind eine schlagkräftige Truppe. Doch selbst die kam dieses Jahr schon zweimal an die Grenzen ihrer Einsatzbereitschaft, wie Stadtwehrleiter Thomas Haetscher in seinem Rechenschaftsbericht kritisch bemerkte. "Es gab zwei Alarme, bei denen dann nur jeweils zwei Kameraden vor dem Gerätehaus standen", sagte er. Zwar habe es sich "nur" um eine Ölspur und auslaufende Betriebsstoffe gehandelt und die Einsätze seiene anderweitig abgeblasen worden, aber die Einsatzbereitschaft tagsüber in der Woche bleibe ein Problem. Sie werde nur durch wenige gewährleistet, weil die meisten Wehrleute außerhalb der Stadt arbeiteten.

Neben Gesprächen mit den örtlichen Firmen könnte es helfen, wenn mehr Feuerwehrleute etwa bei der Stadtverwaltung arbeiten, wiederholte Haetscher eine Forderung des Landesfeuerwehrverbandes. "Aber wenn dann freie Stellen dort anderweitig besetzt werden, weiß ich nicht, wie sich die Situation verbessern soll", sagte er.

Einer, der aktiv mithilft, erhielt beim Feuerwehrball die Ehrenmitgliedschaft: Ralf Langrock, Chef der Spedition der LAV Markranstädt, unterstützt die Wehren mit technischer Hilfe für ihre Lastwagen, beschäftigt drei Fahrer und einen Disponenten, die bei den Wehren sind. Eine Auszeichnung für die Unterstützung der Jugendwehren erhielt auch der örtliche Rewe-Markt.

Ausgezeichnet wurden neben den beförderten Brandschützern und solchen mit besonders vielen Dienstjahren auch diejenigen, die bei den Fluthilfeeinsätzen im Sommer in Pegau Dämme und Deiche sicherten. Die Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf (CDU), selbst in Pegau wohnend und gerade von den Koalitionsverhandlungen aus Berlin zurückgekehrt, verlieh 58 Kameraden den Fluthilfeorden. "Ich glaube, dass ich es sogar Ihnen persönlich zu verdanken habe, dass auch mein Bauernhof trocken geblieben ist", sagte sie mit Blick auf einige der Kameraden. "Tausend Dank!" Laut Haetscher waren die Helfer vom 1. bis 7. Juni insgesamt 270 Stunden im Einsatz. Die Markranstädter seien eine der stärksten Wehren von außerhalb in Pegau gewesen.

Dank kam auch von der Ersten Beigeordneten Beate Lehmann. Sie lobte die neue gemeinsame Einsatzabteilung für Albersdorf/Kulkwitz/Seebenisch als "Schlüssel für die Zukunft" und versprach, am Kulkwitzer See eine bessere Zufahrt für das neue Einsatzboot der Wehr zu schaffen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.11.2013
Jörg ter Vehn

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