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Markranstädt Vier Orte stehen für neue Kita zur Wahl
Region Markranstädt Vier Orte stehen für neue Kita zur Wahl
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23:59 10.06.2014
Jens Spiske Quelle: André Kempner
Markranstädt

Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt): "Aber letztlich entscheiden darüber die Stadträte."

Eine gute Nachricht platzte vorige Woche in die Vorbereitung des Beschlusses zum Kita-Neubau: Der Freistaat wird ab dem nächsten Jahr seinen Landeszuschuss pro voll betreutem Kita-Kind von jetzt 1875 auf 2060 Euro erhöhen, 50 Euro davon sind für besondere pädagogische Projekte vorgesehen. In Summe bedeute dies für die Markranstädter Schulen und Kitas wohl einen zusätzlichen sechsstellige Betrag ab 2015/16, fasste Spiske gestern weitere Zahlen aus dem komplizierten Finanzausgleich zusammen. Eine gute Argumentationshilfe für einen Neubau.

Den Markranstädt allerdings auch benötigt, wie die Stadt in der Beschlussvorlage argumentiert. Zwar sei die Bedarfsdeckung mit 82 Prozent bei Krippen- und 91 Prozent im Kita-Bereich insgesamt "hervorragend". Aber: "Derzeit können wir bis ins Jahr 2015 hinein weder im Krippen- noch im Kindergartenalter zugezogenen Familien Plätze anbieten", stellt die Erste Beigeordnete Beate Lehmann klar. Die Bedarfsplanung weise ein Defizit von 18 Krippen- und 65 Kitaplätzen aus, erklärt sie.

Vier Standorte hat die Verwaltung dafür unter die Lupe genommen: Ein städtisches Grundstück im Neubaugebiet am Kulkwitzer See, einen Standort nahe dem Stadion am Park, eine Fläche der städtischen MBVW in der Krakauer Straße und eine hinterm Volkshaus in der Hordisstraße. Grundsätzlich geeignet seien alle, so das Rathaus, das dennoch den Ort im Park nahe dem Stadion um eine Nasenlänge vorn sieht. Gegen die Kulki-Fläche spreche auch nichts, so Spiske. Allerdings verlaufe nahebei eine Hochspannungsleitung. Medizinisch sei zwar nichts bewiesen, aber wenn er die Wahl habe, würde er den Ort nicht nehmen für eine Kindereinrichtung. Gegen die Krakauer Straße sprächen Pläne der städtischen Wohnungswirtschafter, die Fläche selber kommerziell nutzbar zu machen. Gegen das Volkshaus spreche die zu geringe Größe der Freifläche dort. Eine aufwändiger Dachgarten sei zwar möglich, könne aber Konflikte mit den Nachbarn bringen. Auch finanziell sei das Areal nahe dem Stadion am Bad günstig, weil die Fläche der Stadt gehöre, nicht wie die am Kulki noch veräußerbar wäre oder deren Nutzung womöglich Einfluss auf den Verkauf benachbarter Grundstücke hätte.

Für den Stadtrat ist es einer der letzten Beschlüsse, bevor im Herbst das neue gewählte Gremium antritt. Die Sitzung im Ratssaal beginnt um 18.30 Uhr.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.06.2014

Jörg ter Vehn

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