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Vom Gymnasium an die High School

Vom Gymnasium an die High School

Auf zu neuen Ufern heißt es für Steven Wolf in diesen Tagen. Der 16-jährige Markranstädter hat sich als einziger Schüler aus dem Landkreis für das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) qualifiziert.

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Die Flagge hat er schon: Steven Wolf freut sich auf sein Schuljahr in Augusta.

Quelle: André Kempner

Markranstädt. Dieses Programm ermöglicht es einem Bundestagsabgeordneten, Schüler aus seinem Wahlbezirk in die USA zu schicken. So wurde Steven von Katharina Landgraf (CDU) für das Programm ausgewählt. „Ich musste mich mit einer richtig dicken Mappe bewerben. Im zweiten Schritt wurde ich dann zu einem Vorstellungsgespräch in englischer Sprache eingeladen“, erzählt der Gymnasiast. Auch ein Vortrag über ein politisches Thema gehörte dazu. Noch am gleichen Tag kam die Zusage. Sechs Monate ist das jetzt her.

Ein Aushang in der Markranstädter Bibliothek hatte ihn einige Wochen zuvor auf das Programm aufmerksam gemacht. Sofort hatte er sich mit seiner Familie beraten, die ihn bei dem Vorhaben von Anfang an unterstützte – nicht nur weil das PPP im Gegensatz zu den meisten anderen keine Gebühren kostet. Stevens Mutter sieht den Austausch positiv. „Natürlich blutet mein Mutterherz ein wenig, weil ich meinen Sohn ja sehr lange nicht sehen werde. Aber ich konnte selbst eine Zeit lang im Ausland studieren und weiß, was für eine tolle Erfahrung das ist. Daher freue ich mich einfach für Steven“, sagt sie.

Seit einigen Wochen ist klar, wohin es für den Gymnasiasten gehen wird: nach Augusta im Bundesstaat Wisconsin. Eine ländliche Gegend, die Stadt ist Markranstädt zumindest was die Größe angeht ähnlich, berichtet Steven, der schon im Internet recherchiert hat. „Nur die High School ist wesentlich kleiner, da gibt es gerade einmal 200 Schüler“, weiß Steven, der dort die elfte Klasse besuchen wird und sich vorgenommen hat, neue Sportarten auszuprobieren.

Seine Gastfamilie hat Steven bereits kennengelernt. Denn als die Nachricht kam, dass eine Familie gefunden sei, wollte er ihr sofort eine Mail schreiben. „Genau in dem Moment hat mich meine Gastmutti über Skype angeschrieben. Wir haben dann zwei Stunden gechattet“, erinnert sich der Schüler und ist ganz begeistert von seiner zukünftigen Familie.

„Ich bin schon neugierig, ob all die Klischees über Amerikaner, dass sie ständig Fernsehen schauen und Fastfood essen, stimmen“, sagt Steven, der aber auch an die Zukunft denkt. „Ich würde später gern als Fluglotse arbeiten, da sind Auslandserfahrung und gute Englischkenntnisse von Vorteil.“

Für den 16-Jährigen wird es der erste Aufenthalt in den Vereinigten Staaten sein. Eine Einführung in die amerikanische Kultur hat er in einem einwöchigen Seminar für die deutschen Austauschschüler bereits in den Osterferien erhalten. „Fluchen geht gar nicht“, hat er da zum Beispiel gelernt, und dass amerikanische Eltern strenger als deutsche seien. Auch Tipps, wie mit der amerikanischen Mentalität am besten umgegangen wird, um Missverständnisse zu vermeiden, haben die Jugendlichen erhalten. Schließlich werden sie vom Bundestag vermittelt, da kommt ihnen auch die Rolle von Botschaftern zu.

Stevens kulturelle Erfahrung dürfte gleich doppelt ausfallen. Denn er wird bei seiner Gastfamilie auf eine weitere Austauschschülerin treffen. Seine 17-jährige Gastschwester kommt aus Georgien.

Kerstin Leppich

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