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Markranstädt Von Beethoven bis Irish Folk
Region Markranstädt Von Beethoven bis Irish Folk
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17:55 26.04.2011
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Markranstädt

„Und das, obwohl Markranstädt damals nicht mehr als ein kleines Dorf gewesen sein kann“, sagt Kantor Frank Lehmann, der sich der Tradition verpflichtet fühlt und Wert darauf legt, diese fortzuführen. Am Samstag wird der elfte Markranstädter Musiksommer mit einem Konzert des Sinfonischen Musikvereins Leipzig eröffnet. Die Leitung hat Lehmann, als Solist wird Alexander May an der Klarinette zu hören sein. Gespielt wird ab 16 Uhr die Ouvertüre zur Oper „Oberon“ von Carl-Maria von Weber, außerdem ein Klarinettenkonzert von Mozart. Den Abschluss bildet die Sinfonie Nr. 7 A-Dur von Ludwig van Beethoven. „Einer der Höhepunkte im diesjährigen Musiksommer“, verspricht Lehmann.

Weiter geht es am 21. Mai, wenn die Fiddle-Folk Family unter dem Titel „Back to Ireland“ das erste Mal in der St. Laurentiuskirche handgemachte Folkmusik von der grünen Insel spielt. Keine typische Kirchenmusik und keine Klassik, doch der Musiksommer wolle vermehrt auf Vielfalt setzen, so der Kantor.

Ein weiterer ungewöhnlicher Höhepunkt wird am 18. Juni ein Puppenspiel sein, das den Komponisten und Organisten Johann Sebastian Bach in den Mittelpunkt stellt und vom Arche Nova Theater aufgeführt wird. „Das Puppenspiel richtet sich nicht nur an Kinder, sondern auch an erwachsene Zuschauer, gerade an die, die bisher noch nicht viel mit Bach anfangen konnten“, erläutert Lehmann. Denn das Puppenspiel mit dem Titel „Bach – ein musikalischer Bilderbogen“ zeige den Komponisten als Menschen seiner Zeit und präsentiert seine musikalischen Leitlinien. Damit sei es durchaus auch lehrreich.

Im zweiten Sommerkonzert am 27. August geht es klassischer zu: Das Leipziger Klarinettenquartett wird „Petit fleur – eine musikalische Reise“ spielen. Beim Höhepunkt, dem Abschlusskonzert des Musiksommers wird die Kantorei Markranstädt gemeinsam mit dem Sinfonischen Musikverein auftreten und die Messe in c-moll von Wolfgang Amadeus Mozart präsentieren.

Aber auch nach dem offiziellen Ende des Musiksommers, geht die Reihe der Konzerte in St. Laurentius weiter. Schließlich sei nur in der Passionszeit Pause, so Lehmann. So wird am 16. November Acervus Wimariensis zum Liszt-Jubiläum romantische Psalmen zu Gehör bringen und die Kantorei Markranstädt beim traditionellen Weihnachtskonzert am 11. Dezember mit dem Kammerorchester das Weihnachtsoratorium von Bach vortragen. Auch zum Jahreswechsel ist ein Konzert geplant. Es wird von dem Posaunenquartett „Opus 4“ gestaltet. Wie in den Vorjahren wird es im Herbst eine Multimedia Licht- und Lasershow geben. Sie wird am 4. und 5. November gezeigt. „Auch wenn dies nicht in den Rahmen des Musiksommers gehört, so ist die Show Bestandteil der kulturellen Diversität, auf die wir viel Wert legen“, so Lehmann.

Die Karten für alle Konzerte kosten wie in den Vorjahren zehn Euro, Kinder bis zwölf Jahre sind frei, Jugendliche bis 18 Jahre zahlen fünf Euro. Erhältlich sind die Tickets bei Blumen Ifland, Krakauer Straße 30, Telefon 034205 87393 und im Pfarramt in der Schulstraße 9, Telefon 034205 83244. Außerdem im Bürgerbüro, Markt 1. Lehmann hofft auf viele Zuhörer, schließlich sind die Besucherzahlen in den vergangenen zwei Jahren gestiegen. 2010 wurden 1200 Besucher bei den Konzerten gezählt.

Kerstin Leppich

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