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Markranstädt Von Fahrradverleih bis Strandkörbe
Region Markranstädt Von Fahrradverleih bis Strandkörbe
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19:08 04.03.2010
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Markranstädt/Leipzig

„Am Markranstädter Ufer hält uns der Bebauungsplan auf“, sagte er. Es fehle dort an einer guten Infrastruktur. Besonders der Weg hinter der Schranke, auf den letzten hundert Metern, sei kompliziert. Die Schranke bleibe ohnehin nach jeder Durchfahrt offen, so Conrad. Die Erfahrung an anderen Seen habe gezeigt, dass sobald die Menschen an einem Punkt richtig an das Ufer herankommen, wirke sich das positiv auf die Entwicklung aus – sowohl wirtschaftlich für die Gaststättenbetriebe als auch für Naturflächen, die so entlastet würden. Konkrete Maßnahmen erwartet er aber „nicht vor 2012“. Der Bedarf an den vergleichsweise preiswerten Ferienwohnungen und Campingplätzen sei infolge der Wirtschaftskrise gestiegen, meint der Seebetreiber. 81 000 Hotelbetten und 6000 Ferienwohnungen fehlten in Sachsen laut einer Studie. Dementsprechend gut würden die vorhandenen Strukturen an den Seen nachgefragt. „Weiter werden die Finnhütten dieses Jahr saniert“, kündigte er an. Viele dieser Gebäude aus 70er Jahren besäßen mit ihren Pressspanplatten noch den alten DDR-Charme. Sie werden modernisiert, farbig angestrichen und teilweise durch Schwedenhäuschen ersetzt. Ebenfalls einen neuen Schliff erhält der Uferabschnitt am Campingplatz. Dort sollen bis Mai Strandkörbe angeschafft werden, um einen kleinen Ostseestrand nachzubilden. In den 80er Jahren habe es bereits 300 Körbe am Kulki gegeben, erinnerte Conrad. Im Strandbad am Westufer ist das nicht geplant. „Die würden innerhalb kürzester Zeit zerstört“, äußerte er. 36 000 Übernachtungen von insgesamt 25 000 Gästen habe es 2009 gegeben, so Conrad, der meint: „Es ist an der Zeit, unseren Vorteil, die Nähe zum Wasser, auszuspielen.“ Die in zahlreichen Diskussionen angemahnten Toiletten bieten die sechs Gaststättenbetriebe an, so Conrad. Zudem verweist er auf das „Sanitärgebäude II“ im Ferienressort am Leipziger Ufer, das mit der Montage der Außenwaschpätze bis Mitte März fertiggestellt wird. Damit gibt es weitere WCs und Duschen. Hundert Gäste könnten so zusätzlich beherbergt werden. Mehr Komfort ist auch Standard bei den Zeltplätzen. „Jeder verfügt über einen Stromanschluss, damit technische Geräte wie MP3-Player angeschlossen werden können. Als Neuerung ist noch ab diesem Frühling ein Fahrradverleih angedacht. Für die Abfallbeseitigung rund um den See, die Anwohner regelmäßig in den Sommermonaten anmahnen, seien vom Zweckverband Seen GmbH 25 Pauschalkräfte engagiert, die sich unter anderem darum kümmern, sagte er weiter. „Es wird aber immer Tage geben, an denen es hakt“, räumte Conrad ein. Insgesamt würden 200 000 Euro jährlich für Personal und Landschaftspflege ausgegeben.

Kendra Reinhardt

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