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Markranstädt Weiter Sorge um die Markranstädter Jugendklubs
Region Markranstädt Weiter Sorge um die Markranstädter Jugendklubs
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17:27 26.08.2010
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Markranstädt

Wegen der Kürzung der Jugendpauschale durch das Sächsische Sozialministerium steht die Zukunft beider Einrichtungen auf wackligen Füßen. „Das Thema bewegt uns schon lange“, macht Winfried Busch von der SPD deutlich. Zwar sei die Stadt für alle Maßnahmen die Klubs betreffend in diesem Jahr eingesprungen, ihm stellt sich allerdings die Frage, wie es ab Januar weitergehen soll. Und er warf der Stadt vor, sich nicht genug für die Belange der Jugendlichen einzusetzen: „Im gesamten Landkreis gibt es nur eine Gemeinde außer uns, die den Trägern gekündigt hat“, sagte er.

Bürgermeisterin Carina Radon (CDU) erwiderte, dass dem Träger beider Klubs, der Anerkannten Schulgesellschaft für Sachsen (ASG), nicht von Seiten der Stadtverwaltung gekündigt worden sei. Vielmehr habe es eine Aufhebung des Vertrags einvernehmlich durch beide Seiten gegeben. „Jetzt müssen wir ein neues Modell finden, um den Betrieb in beiden Einrichtungen zu gewährleisten.“ Busch konterte, dass andere Kommunen schon längst ein neues Konzept entwickelt hätten.

Markranstädt wartet jedoch erst einmal den Beschluss des Landkreises über die Jugendhilfeplanung ab. „Wir haben dem Landkreis die besondere Situation des Jugendklubs in Großlehna wegen seiner nicht vorhandenen Verkehrsanbindung geschildert und darum gebeten, dass er ebenfalls weiter gefördert wird“, sagte die erste Beigeordnete Beate Lehmann. Zudem machte sie deutlich, dass die Aufhebung der Verträge deshalb erfolgen musste, weil in ihnen keine Fachstandards definiert waren. „Wenn die Standards aber nicht eingehalten werden, bekommen wir keine Förderung.“ Ziel sei es, einen neuen Nutzungsvertrag aufzusetzen, damit die ASG beide Klubs weiter betreiben könne. Radon ergänzte: „Wir wollen beide Einrichtungen behalten.“

SPD-Fraktionsvorsitzender Heiko Küster warf der Stadtverwaltung vor, den Stadtrat über die Aufhebung nicht informiert zu haben. „Ich verstehe nicht, wie Sie die Einrichtungen kaputt machen, dafür aber ein Mehrgenerationenhaus haben.“ Annelies Bogen, Vorsitzende des Seniorenrates und CDU-Stadtratsmitglied, erschien diese Debatte äußerst befremdlich. „Generationen untereinander auszuspielen, halte ich für sehr unfair und eines gewählten Volksvertreters für unwürdig“, schreibt sie in einer Stellungnahme. Sie bezeichnet die Aussage Küsters, das Mehrgenerationenhaus sei lediglich eingerichtet worden, um den Jugendklub schließen zu können, als „totalen Unsinn“.

Julia Tonne

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