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Markranstädt Weniger Wohnungen, aber mehr Gewinn
Region Markranstädt Weniger Wohnungen, aber mehr Gewinn
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07:00 13.12.2017
Das Jahr 2016 stand bei Frank Sparschuh und der MBWV ganz im Zeichen der Sanierung des alten Kaiserlichen Postamtes. 2017 wurde es fertig. Quelle: Foto: A. Kempner
Markranstädt

Weniger Wohnungen, aber mehr Umsatz und Gewinn: Die kommunale Markranstädter Bau- und Wohnungsverwaltungsgesellschaft (MBWV) hat den Jahresabschluss 2016 vorgelegt.

Der Überschuss sei von 320 000 und 420 000 Euro aus den Vorjahren auf 471 000 Euro in 2016 gestiegen, berichtete Geschäftsführer Frank Sparschuh den Stadträten. Und er wäre noch höher ausgefallen, wenn die Tochterfirma der MBWV, die Wohnservice Markranstädt (WSM), nicht ihre Geschäftsräume hergerichtet hätte und so statt der 149 000 Euro Gewinn aus 2015 „nur“ 59 000 Euro Plus für 2016 an die MBWV abführen konnte, erklärte Sparschuh. Der Umsatz der WSM mit ihren unverändert 26 Mitarbeitern sei trotz der Konzentration auf gut 50 Großkunden, zu denen auch die Stadt Leipzig zähle, gestiegen auf 1,2 Millionen Euro.

Die MBWV habe 2016 genau 578 Wohnungen im eigenen Bestand gehabt, zehn weniger als im Jahr davor. Rund 900 weitere Wohnungen habe sie in Verwaltung, zudem rund 900 Garagen, viele davon in Leipzig, so Sparschuh.

Die Umsatzerlöse seien gestiegen auf knapp 3,9 Millionen Euro, die Bilanzsumme und damit der Wert des Unternehmens von 29,9 Millionen Euro aus dem Vorjahr auf 30,9 Millionen Euro in 2016, erklärte Sparschuh. Das sei eine stetig steigende Entwicklung, wie allerdings auch die Aufwendungen für die Betriebskosten wie etwa durch Aufzüge oder Brandmeldeanlagen. Die hätten im Vorjahr zugenommen auf 788 000 Euro, 23 000 Euro mehr als im Jahr zuvor.

Knapp 2,7 Millionen Euro seien in dem Jahr investiert worden, hauptsächlich in den Umbau der Häuser in der Eisenbahnstraße, die zum Komplex ehemaliges Kaiserliches Postamt gehören. Zu den „wichtigen Geschäftsvorfällen“ des Geschäftsjahres 2016 zählen auch „Planungskosten für den Neubau eines Schwimmbades“. 214 000 Euro hatte die MBWV dafür ausgegeben. Wie berichtet, kommt es wegen hoher Kosten von mehr als fünf Millionen Euro für das Stadtbad nun anders. Teile der Planung könnten aber in die Sanierung des Bades einfließen, hieß es im Stadtrat dazu.

Bürgermeister Jens Spiske dankte Sparschuh für seine Arbeit. „Sind wir froh dass wir so eine Tochter haben“, sagte er – und meinte natürlich die Firma.

Von Jörg ter Vehn

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