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Jens Spiske schon 1000 Tage Bürgermeister von Markranstädt

7 Fragen zur Stadtentwicklung Jens Spiske schon 1000 Tage Bürgermeister von Markranstädt

Diese Woche ist Jens Spiske 1000 Tage Bürgermeister in Markranstädt. Transparenz, Bürgernähe, Sportcenter, Kulkwitzer-See-Bebauung, Finanzen, Verkehrskonzept – alles wollte er anders machen, das meiste davon sogar in den ersten 100 Tagen. Die LVZ bat ihn, ein paar Fragen anlässlich des Dienst-Jubiläums zu beantworten.

Vom Bundeswehr-Arzt zum Rathaus-Chef: Mit vielen Wahlversprechungen war Jens Spiske vor 1000 Tagen ins Bürgermeister-Amt gestartet.
 

Quelle: Kempner

Markranstädt.  Diese Woche ist Jens Spiske 1000 Tage Bürgermeister in Markranstädt. Transparenz, Bürgernähe, Sportcenter, Kulkwitzer-See-Bebauung, Finanzen, Verkehrskonzept – alles wollte er anders machen, das meiste davon sogar in den ersten 100 Tagen. Kaum einer seiner Vorgänger war so umstritten, kaum einer machte im Wahlkampf aber auch so viele Versprechen wie der ehemalige Bundeswehrarzt. Die LVZ bat ihn, ein paar Fragen anlässlich des Dienst-Jubiläums zu beantworten.

Wie sieht die Zeitschiene für die zu bauenden Kita aus?

Die Bauantragsunterlagen sind vollständig eingereicht und liegen beim Landratsamt zur Prüfung. Sobald die Baugenehmigung vorliegt, erfolgen die Ausschreibungen. Ich gehe zurzeit von einer Fertigstellung im zweiten Halbjahr 2017 aus.

Welche Veränderungen haben sich hinsichtlich der Finanzierung seit dem Stadtratsbeschluss zum Bau ergeben?

Über den aktuellen Stand der geplanten Ausgaben wurden die Stadträte regelmäßig und zeitnah informiert. Aus der Baugenehmigung ergeben sich eventuell Auflagen, welche kostenwirksam sein können. Wenn diese Daten vorliegen und ein Abgleich mit dem aktuellen Stand der geplanten Ausgaben erfolgt ist, wird der Stadtrat erneut informiert und gegebenenfalls über Mehrausgaben abgestimmt.

Das Sportcenter ist nach wie vor undicht. Wann sollen die restlichen Schäden behoben werden?

Die Dachfenster wurden gemäß Absprache zwischen dem Gutachter und der ausführenden Firma repariert. Bei der Reparatur wurden unter anderem auch Konstruktionsfehler beseitigt. Da die beim Bau verwendeten Dichtungen der Fensterprofile nicht mehr lieferbar waren, mussten diese nachproduziert werden. Aus Kosten- und Nutzengründen wurden zirka 25 Prozent der Dichtungen komplett erneuert. Die Hallenwarte der MBWV führen Protokolle zu jedem Wassereintritt und informieren zeitnah die Fensterbaufirma zur Nachbesserung. Die Nachbesserungen erfolgen im Rahmen der Gewährleistung. Im Zuge der letzten Starkregenereignisse kam es zu keinem Wassereinritt über das Dach beziehungsweise über die Lichtbänder.

In Ihrem 100-Tage-Programm versprachen Sie ein tragfähiges Verkehrskonzept für die Stadt. Was hat die Erstellung und Vorstellung bislang verhindert?

Die Umgehungsstraße für die B 186 hat eine weitere Hürde genommen und wurde im Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. Davon erhoffe ich mir eine deutliche Entlastung für die Markranstädter Innenstadt. Die Umgehung ist unabdingbare Grundlage für ein weiterführendes Verkehrskonzept. Nicht zuletzt hat auch mein ständiges Nachfragen und die Sensibilisierung zum Beispiel der Bundestagsabgeordneten unseres Wahlkreises dazu geführt, dass unsere unhaltbare Verkehrssituation auf Bundes- und Landesebene wahrgenommen wird und Maßnahmen zum Schutz unserer Einwohner unternommen werden. Natürlich müssen wir auch darauf achten, wie mit dem Bahnübergang in der Schkeuditzer Straße umgegangen wird. Das jetzt teilweise 30 km/h auf den Bundesstraßen angeordnet worden ist, hat bereits zur Verkehrsberuhigung geführt. Weiterhin laufen erste Gespräche mit DB an. Hier geht es um Fragen des Lärmschutzes entlang der Bahnstrecken. Dort wird die DB in den nächsten Jahren investieren. Damit bündelt sich die Verkehrsentwicklung in einzelnen Maßnahmen und diese tragen zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt hinsichtlich des Verkehrs bei. Wie es dann mit der hoffentlich bald ehemaligen Durchfahrt der B186 und in der Folge mit der B87 weitergeht, wird sich dann zeigen.

Wie geht es beim Stadtbad weiter?

Nach einer ersten Kostenberechnung, wie teuer eine Sanierung und familienfreundliche Gestaltung des Stadtbades sein könnte, ist es nun notwendig, die Finanzierung zu erarbeiten. Daran arbeiten wir derzeit. Detaillierte Aussagen kann ich dazu derzeit nicht treffen.

Aktuell ist eher wenig Wasser in der neuen Gärnitzer Seenplatte. Wie geht es dort weiter?

Durch die aktuellen Witterungsverhältnisse ohne Pumpenbetrieb hat sich ein Wasserstand von zirka 120,70 m NHN eingestellt, ohne dass ein „Kippen“ des Wassers mit Geruchsbelästigung festzustellen ist. Deshalb beabsichtigt die Stadt Markranstädt, beim Landratsamt eine weitere Senkung des zulässigen Wasserstandes zu beantragen. In Abhängigkeit vom zulässigen Wasserstand soll die defekte Ableitung aus dem Kleingartenverein „Feierstunde“ erneuert werden. Für dieses Jahr ist dazu die Planung vorgesehen und in Abhängigkeit der Haushaltsmittel eine Umsetzung in 2017. Der letzte reguläre Pumpbetrieb fand im März dieses Jahres statt. Zurzeit ist ein minimaler Wasserstand von 121,10 m NHN genehmigt.

In diesem Jahr wurde an der Universität Leipzig eine Bachelorarbeit in Betreuung durch die Stadt Leipzig erarbeitet mit dem Inhalt, im Verlauf des Zschampert‘ fehlendes Wasser aus den Vernässungsflächen abzuleiten. Aktuell wertet im Rahmen eines Praktikums ein Geographiestudent (Universität Halle) die verschiedenen Varianten wissenschaftlich aus. Mit dem LRA (SG Ländliche Neuordnung) wurde abgestimmt, die geplante natürliche Ableitung im Rahmen eines Flurbereinigungsverfahrens ab 2017 zu organisieren. Bereits 2014 wurde im Auftrag der Stadt Markranstädt ein Studie zur Ableitung des Wassers nach Thronitz verfasst. Denn Ziel ist es eine natürliche, pumpenfreie Ableitung des Wassers aus den Vernässungsflächen Kulkwitz und Gärnitz.

Laut Stadtratsbeschluss soll die Stadt den Zweckverband Kulkwitzer See (ZEG) verlassen. Eine andere Form der gemeinsamen Bewirtschaftung muss mit Leipzig gefunden werden. Was hat die Verwaltung unternommen, um den Beschluss umzusetzen? Wo liegen die Probleme?

An dem Grundsatzbeschluss, den Zweckverband Naherholung Kulkwitzer See perspektivisch aufzulösen und eine andere Form der kommunalen Zusammenarbeit zu etablieren, halte ich grundsätzlich fest.

Dennoch hat die Auflösung des ZEG für mich aktuell keine vordringliche Priorität. Vielmehr geht es darum, dass im Einvernehmen beider Verbandsmitglieder die touristische Erschließung auch fördermittelseitig abgeschlossen werden kann. Deshalb steht die Umsetzung des Stadtratsbeschlusses vom Juni 2014, wonach noch Ufergrundstücke in den Zweckverband einzubringen sind und für den Parkplatz Oststraße ein Erbbaurechtsvertrag abzuschließen ist im nächsten Gremiendurchlauf auf der Tagesordnung. Mit dem Kauf des Pappelwaldes ergibt sich die Möglichkeit, ein weiteres Teilstück des Rundweges auszubauen und dafür Fördermittel einzuwerben. Im Zweckverband herrscht eine positive Arbeitsatmosphäre, die der Umsetzung der Markranstädter Projekte nicht im Wege steht.

Von Jörg ter Vehn

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