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Wieder das Wasser: Bauarbeiten am abgesoffenen Sportplatz ruhen

Wieder das Wasser: Bauarbeiten am abgesoffenen Sportplatz ruhen

Wegen Wasserschäden soll seit September der Sportplatz des SSV Kulkwitz saniert werden. Nach anfänglichem Elan ruhen die Baumaßnahmen. Oh Wunder - wegen des Wassers.

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Wieder Probleme mit dem Wasser: Die Sanierung des 2013 überschwemmten Kulkwitzer Sportplatzes ist gestoppt worden.

Quelle: André Kempner

Markranstädt. "Unprofessionell" ist noch eines der harmloseren Worte, die Vereinsvorsitzender Jens Doberschütz für die Planer der Sanierung übrig hat. Im Vorfeld seien sämtliche Gesprächsangebote des Vereins über die Wassersituation zurückgewiesen worden. Dann seien im Herbst die Grasnarbe heruntergeschält, vor gut vier Wochen Bodenproben genommen worden. Weil dabei schon in 60 Zentimeter Tiefe Grundwasser anstand und so die geplante Drainage nicht verlegt werden kann, herrscht nun Baustopp.

"Hätten sie früher Proben genommen und bis dahin das Gras gelassen, hätten wir wenigstens den Trainingsbetrieb aufrecht erhalten können", ärgert sich Doberschütz. Jetzt laufe das anderswo, dadurch gebe es aber kaum noch Vereinsleben in Kulkwitz. "Dabei sind wir so stolz, fast 50 Kinder in unserem Verein zu haben." Ihn ärgert, dass er aus dem Rathaus wenig zur Zukunft erfährt, er fühlt sich allein gelassen, will unter anderem deshalb im Frühjahr sein Amt aufgeben. Doberschütz: "Ich verliere doch mein Gesicht, wenn ich den Mitgliedern keine Antworten liefern kann."

Seit 1920 gibt es den SSV Kulkwitz. Der Platz, 2007 chic saniert, soff 2013 nach den Starkregenfällen ab, die auch die beiden "Vernässungsflächen" anschwillen ließen, die seit dem Abstellen der KWL-Pumpen 2010 in den Senken der früheren Bergbauflächen bei Kulkwitz/Gärnitz entstanden waren. Wie berichtet, versucht die Stadt seitdem, mit den KWL und der Landesdirektion eine Lösung des Problems zu finden.

Für den Sportplatz übernahm immerhin der Freistaat die Sanierungskosten. Mehr als 300 000 Euro standen nach der Zusage im Frühjahr zur Verfügung für den Platz, auf den Kulkwitz so dringend wartet. Ortsvorsteherin Carmen Osang: "Das ganze Vereinsleben im Ort leidet darunter." Sie will Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt) bitten, im Ortschaftsrat detailliert Auskunft zu geben über die Situation, auch zur Abwasserfrage wegen der neuen Seen.

Spiske wollte gestern Abend die Stadträte informieren. Vorab ließ er mitteilen, dass für die Sanierung ein hydrologisches Gutachten notwendig wurde, die ganze Situation erneut diskutiert werden musste. "Die Sanierung des Sportplatzes ist nachhaltig möglich, jedoch wird diese aufgrund der Bergbaufolgen vermutlich teurer werden", kam es aus dem Rathaus.

Warum das Gutachten erst nach Baubeginn erstellt wurde, wo doch die Wassergefahr hinlänglich bekannt war, erklärte das Rathaus nicht. Ein Gesprächsangebot lehnten Spiske wie auch Bauamtsleiterin Uta Richter ab.

Vermutlich einzige Lösung, die trotzdem durchsickerte: Der ganze Sportplatz soll einen knappen Meter aufgeschüttet und höher angelegt werden, um eine funktionierende Drainage zu ermöglichen. Die Mehrkosten? Noch unklar.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.12.2014
Jörg ter Vehn

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