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"Wir wollen ein Zeichen setzen"

"Wir wollen ein Zeichen setzen"

Nur sieben Punkte hat die Tagesordnung für die öffentliche Stadtratssitzung am Donnerstag. Doch über den sechsten, den vorzeitigen Bebauungsplan „Westufer Kulkwitzer See“, wird seit über einem Jahr heftig debattiert.

Markranstädt. Während anzunehmen ist, dass der Stadtrat mehrheitlich dem Billigungs- und Auslegungsbeschluss zustimmen wird, ruft die Bürgerinitiative „Pro Kulki kontra Bebauungswahn“ (BI) zu einer Kundgebung auf.

„Wir haben eine Demonstration im Dreieck Schulstraße, Schkeuditzer und Leipziger Straße beantragt“, berichtet BI-Sprecherin Rösel Glöckner. Nachdem Vertreter der BI Anfang April von den Planern Hans Gerd Kleymann und Jeffrey Seeck und der Verwaltung über die – auch auf Betreiben der Bürger – abgeänderten Pläne informiert wurden, hatten die Sprecher am 13. April die Mitglieder in Kenntnis gesetzt. Auf der Versammlung hat sich die Mehrheit der 50 Anwesenden für eine weitere Kundgebung ausgesprochen.

„Uns stört die Uferbebauung mit Café“, erklärt Glöckner auf Nachfrage und erinnert daran, dass Landrat Gerhard Gey (CDU) nach den Vorkommnissen in Nachterstedt mehrfach betont hat, dass Sicherheit Priorität habe. Die Zugeständnisse der Planer gehen vielen nicht weit genug“, resümiert Glöckner. Zwar sei die Anzahl der Gebäude etwas gesunken, die insgesamt bebaute Fläche soll sich aber nicht verändern“, kritisiert sie. Auch käme innerhalb der Grenzen des Bebauungsplanes Grünland hinzu, anderes müsse zwischenzeitlich weichen. Zudem sei festgestellt worden, dass dort 14 Vogelarten beheimatet sind – davon zwei als gefährdet eingestufte.

16 strittige Punkte seien von der BI bei der Planung berücksichtigt worden, habe es geheißen, so Glöckner. „Nicht aber unser Hauptanliegen, dass es keine zusätzliche Bebauung geben soll“, meinte Glöckner. Wie viel Resonanz der Aufruf zum Protest am Donnerstag ab 17.30 Uhr haben wird, kann sie noch nicht sagen. „Bürgermeisterin Carina Radon (CDU) wird an ihrer Zeitschiene nichts ändern“, ist Glöckner überzeugt. „Aber wir wollen ein Zeichen setzen, dass die Bürger anderer Meinung sind“, erklärt die Sprecherin, die dann auf die Auslegung warten wird, um Einsprüche geltend zu machen.

Auf der im November umgegrabenen Fläche nahe des Westufers ist inzwischen vermutlich Mais eingesät worden. Der Streit darüber, ob das Areal als Ackerland oder Wiese einzustufen ist, läuft noch.

Kendra Reinhardt

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