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Markranstädt Wirbel um Bekleidung der Kameraden in Markranstädt
Region Markranstädt Wirbel um Bekleidung der Kameraden in Markranstädt
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00:22 12.07.2018
Die Jugendfeuerwehr Gärnitz hat seit seiner Gründung Mitte Juni bereits zwei Neuzugänge und ist nun auf 20 Acht- bis 14-Jährige angewachsen. Quelle: Foto: Andre Kempner
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Markranstädt

Die Freude stand den Kindern ins Gesicht geschrieben, als die Jugendfeuerwehr Gärnitz jüngst nun auch offiziell gegründet wurde. Bereits seit März nämlich hatten die 18 Mädchen und Jungen im Alter von acht bis elf Jahren erste Probedienste absolviert. Inzwischen hat es auch schon zwei Neuzugänge gegeben, wodurch sich die Altersspanne nun auf acht bis 14 Jahre erhöht hat, informierte jetzt Stadtwehrleiter Sven Haetscher.

Mit der offiziellen Gründung habe Markranstädt nun sechs Jugendfeuerwehren in der Stadt und in den Ortsteilen. Bürgermeister Jens Spiske (FWM), der stellvertretende Kreisbrandmeister Alexander Hecking, Landesjugendfeuerwehrwart Peter Herrmann, die Jugendwarte der Jugendfeuerwehren und der Kinderfeuerwehr sowie Vertreter der örtlichen Parteien und Ortschaftsräte waren neben dem Stadtwehrleiter Gäste bei der Gründung, die im Rahmen des wiederaufgelegten Ortsfestes „KuGäSe“ stattfand.

Am Rande der Gründung habe es aber weniger erfreuliche Nachrichten geben: „Ich war doch etwas schockiert, als ich das hörte“, gestand Stadträtin Ingrid Barche (BfM). Feuerwehrkameraden, die ihre Grundausbildung absolviert hätten, könnten nicht zu Einsätzen ausrücken, weil keine Bekleidung da sei. „Wenn das zutrifft, sollten wir hier schnellstens Abhilfe schaffen. Wir werben für neue Kameraden und sorgen auch gleich für die erste Demotivierung“, resümierte sie. Bürgermeister Spiske gestand, von diesem Problem noch nichts gehört zu haben und sagte zu, sich darum zu kümmern.

Auch dem Stadtwehrleiter Haetscher sei dieses Problem noch nicht zugetragen worden. Am Mittwochabend war er bei den Kameraden in Gärnitz und wollte sich unter anderem auch Klarheit darüber verschaffen. „Ich habe ja selbst die Grundausbildung durchgeführt und ich kann mich nicht daran erinnern, dass da ein Kamerad in Jogginghose und T-Shirt angekommen war“, sagte er.

Mit anderen Worten: „Wir haben für alle 140 Kameraden Bekleidung, die derzeit sukzessiv durch neue ausgetauscht wird“, erwähnte der Stadtwehrleiter. Er gab zu, dass durchaus Bekleidungsteile ihr Lebensalter – man rechne mit etwa zehn Jahren – erreicht haben. Ein Förderbescheid für eine erneute Anschaffung von Bekleidung sei aber bereits da, sodass demnächst wieder ein Teil erneuert werden kann.

Der zentrale Kleiderpool, der im letzten Jahr eingerichtet wurde, laufe jetzt richtig und funktioniere. „Kameraden, die ihre Kleidung zur Reinigung geben wollen, kommen dorthin und erhalten eine Reserve-Bekleidung“, erklärte Haetscher. Genau nennen könne er die Zahl der Reservebekleidung nicht, aber für etwa zehn Mann dürfe es reichen.

Unterdessen sei ein jüngst vom Stadtrat einstimmig beschlossener Brandschutzbedarfsplan bei der Aufsichtsbehörde zur Prüfung. Ein Bestandteil dieses Plans, nämlich das Festhalten an den Ortsfeuerwehren, wurde von den Räten besonders begrüßt. Auch rechnet Haetscher womöglich noch in diesem Jahr mit einer neuen Drehleiter für die Stadtfeuerwehr.

Von Roland Heinrich

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