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Wirtschaftstag: Unternehmer nutzen Kontaktbörse

Wirtschaftstag: Unternehmer nutzen Kontaktbörse

Kontakte, Kontakte, Kontakte: Die Vernetzung der Wirtschaftsbetriebe im Altenburger Land und dem Landkreis Leipzig stand gestern im Mittelpunkt des siebten gemeinsamen Wirtschaftstages der beiden Kreise, der diesmal in Markranstädt stattfand.

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Viele Wünsche für die Region: Am Stand der Zukunftsstiftung Südraum Leipzig in der Stadthalle Markranstädt konnten die Besucher des 7. Wirtschaftstages der Landkreise Altenburg und Leipziger Land ihre Ideen und Hoffnungen allen zugänglich machen. Rund 400 Besucher, vornehmlich Unternehmer, kamen zu dem Treffen.

Quelle: André Kempner

Markranstädt. Mehr als 50 Betriebe und Verbände hatten in der Stadthalle ihre Stände aufgebaut, luden zum Gespräch. Über 400 Besucher, vornehmlich Unternehmer und Vertreter der Politik, folgten der Einladung, fanden schnell zusammen. Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) nahm bei seinem Impulsvortrag zum Thema "Erneuerbare Energien" kein Blatt vor den Mund und schimpfte heftig auf die Bundesregierung und ihr schlecht gemachtes und letztlich ungerechtes Erneuerbare Energien Gesetz, so dass Moderator Helge-Heinz Heinker ihn schon fragte, ob Morlok womöglich in Berlin dazu andere Vorträge halte. An der anschließenden Podiumsdiskussion konnten die Landräte der beiden Kreise, aber auch Unternehmer Holger Födisch ihre Meinung sagen. Der Markranstädter, international tätig in Sachen Umweltmesstechnik, hat seinen Firmensitz in Markranstädt mit Photovoltaik, Holzhackschnitzelofen, Wärmespeicher und modernen Gasturbinen ganz im Zeichen der Energieeffizienz und Eigenversorgung ausgebaut, um den ständig steigenden Energiepreisen zu begegnen.

Zum "Vernetzen" waren die Besucher gekommen. "Werbung bringt uns nicht viel. Kontakte schon", sagte zum Beispiel Frank Sallowsky von der Markkleeberger Firma Ingenieurbau Glass. Das Unternehmen baut mit 190 Beschäftigten sowohl BMW-Fabrikhallen in Leipzig als auch Autobahnbrücken, errichtet das Technische Zentrum der LVB in Heiterblick wie ein Heizkraftwerk in Spremberg. Glass-Bau wurde beim Wirtschaftstag genauso für den Großen Preis des Mittelstands nominiert wie etwa das Stahlwerk Bösdorf, Frank Fahrzeugbau aus Frankenheim, die LAV Markranstädt und die Großbäckerei Hennig aus Zwenkau. "Wir sind zum 6. Mal dabei, mal sehen, ob es diesmal gelingt", sagte Jens Hennig. Der Betrieb feiere in diesem Jahr sein 100. Firmenjubiläum.

Die Städte Delitzsch, Eilenburg, Grimma, Markkleeberg, Markranstädt und Wurzen nutzten den Wirtschaftstag, um Minister Morlok eine gemeinsame Petition zu überreichen. Darin fordern sie vom Freistaat sinnvolle Maßnahmen, um das Ungleichgewicht der Region Leipzig gegenüber Chemnitz und Dresden bei der EU-Strukturfondsförderung auszugleichen. Wie berichtet, war der Raum Leipzig wegen marginal besserer Zahlen bei der EU-Förderung hinten angestellt worden, Dresden und Chemnitz erhalten deutlich mehr. In Markranstädt hatte das erst vor kurzem dazu geführt, dass ein interessierter Betrieb sich nicht ansiedelte, sondern im Raum Zwickau - wo er höher gefördert wird.

"Das wünsche ich mir für die Region" - diesen Satz konnten die Besucher am Stand der Zukunftsstiftung Südraum Leipzig vervollständigen. Zwenkaus Bürgermeister Holger Schulz wünschte der Region, "die Energie, den begonnenen Weg zu beenden", Großpösnas Ortschefin Gabriela Lantzsch wollte "gemeinsam fürs Leipziger Neuseenland", der Markkleeberger Landtagsabgeordnete Oliver Fritsche schrieb als Credo "Miteinander weiter unsere Heimat gestalten."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.03.2013

Jörg ter Vehn

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