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Markranstädt Zu viele Schäden am Kulki: Markranstädt will über Ersatz verhandeln
Region Markranstädt Zu viele Schäden am Kulki: Markranstädt will über Ersatz verhandeln
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14:03 19.05.2015

Weil Unbekannte beinahe täglich Schäden verursachen und inzwischen sogar fast alle Bänke gestohlen haben, müsste die Stadt tief in ihre Tasche greifen, um ständig gleichwertigen Ersatz zu beschaffen. Am Freitag soll mit der Landesdirektion beraten werden, wie der Ersatz künftig aussehen soll.

Spaziergänger und Freizeitsportler nutzen die hübsch gestaltete Meile täglich. Auch die Fitnessstation mit allerlei Geräten ist gut in Gebrauch. Wenn sie denn nutzbar ist. Seit einigen Tagen fehlt dort eine Eisenbank, von der aus zu zweit in die davor installierten Pedale getreten werden konnte. Nur noch der eiserne Sockel steckt im Boden, verrät, dass hier Diebe am Werk waren.

Fünf dieser Bänke seien gestohlen worden, sagt Stadtsprecherin Anja Landmann. Mehrfach seien auch Poller betroffen, ebenso die Rampenbeleuchtung, Teile der Fitnessgeräte, sogar ein Papierkorb verschwand auf wenig wundersame Weise. Darüberhinaus registrierte die Stadt mehrere zerstörte Gabionen, Pflanztöpfe, Pflanzen, und auch der Automat sowie die Schranke am Parkplatz Oststraße seien schon zerstört worden. Ganz aktuell brachen Unbekannte dort die Geldscheinannahme auf, wie an den Spuren gestern zu erkennen war. Allein an der Promenade belaufe sich der Schaden für die Stadt inzwischen auf etwa 20 000 Euro, so Landmann.

Anzeigen seien erstattet, die Versicherung informiert, die Polizei ermittele, wolle ihre Präsenz am See im Rahmen ihrer Möglichkeiten verbessern, erklärt sie. Darüberhinaus habe Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt) angewiesen, die Präsenz des zivilen Wachschutzes insbesondere in den Nachtstunden zu erhöhen. Auf dem Parkplatz Oststraße habe zudem der private Betreiber, die Leipzig Seen GmbH, eine Videoüberwachung aufgebaut. "An der Promenade hat die Stadt derzeit aus kosten- und datenschutzrechtlichen Gründen keine Möglichkeit, Videokameras zu installieren", meint Landmann.

Bislang waren die Schäden etwa an den Fitnessgeräten immer zügig von der Stadt beseitigt worden. Ob das auch in Zukunft so sein wird, ließ Landmann gestern offen. Für die Bänke werde es natürlich Ersatz geben, beteuert sie. "Wir werden mit dem Fördermittelgeber abklären, wie dieser Ersatz konkret aussehen muss", erläuterte sie. Das Gespräch finde Freitag statt.

Das könnte die Abkehr von der S- (wie Stahlrohr) Klasse und ein Hinwenden zur Holzklasse bedeuten. Streng genommen ist die Stadt aber verpflichtet, die über Fördermittel beschafften Werte an der Promenade zu ersetzen. Das gilt für die Wege ebenso wie für das Mobilar. Inzwischen habe der Vandalismus aber ein großes Ausmaß angenommen, heißt es im Rathaus. Die Stadt sehe sich vor erhebliche Probleme gestellt, wenn sie im Zeitraum der Fördermittelbindefrist im schlimmsten Fall mehrfach pro Jahr Ersatzbeschaffungen in gleicher Ausstattungsqualität tätigen müsse.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.11.2014
Jörg ter Vehn

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