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Markranstädt Züchterstolz und Gaumenfreuden
Region Markranstädt Züchterstolz und Gaumenfreuden
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14:51 19.05.2015
Große Augen und Ohren: der fünfjährige Leon mit einem Großsilber Kaninchen. Quelle: André Kempner

Eine Reihe weiter blinzelte ein sechs Kilo schwerer Widder mit riesigen Schlappohren verschlafen in den Nachmittag. Und ganz hinten gurrten Tauben, fast so schön wie im Weihnachtsklassiker "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel".

Vereinsvorsitzender Klaus Tangermann war zufrieden mit der 59. Schau im 65. Vereinsjahr. Neugierige gaben sich die Klinke in die Hand, um die etwa 380 Hühner, Tauben und Kaninchen anzuschauen. Zum Verein gehören derzeit 21 Mitglieder, die meisten sind ältere Leute "Wir haben nur vier junge Mitglieder, aber die sind sehr aktiv", betonte "PR-Mann" Klaus Scheele. Nachwuchsarbeit sei nicht nur wichtig, um den Verein zu sichern. "Wir Züchter erhalten ein Kulturgut, sichern die Vielfalt der Natur. Ohne Hege und Pflege wären einige Rassen ausgestorben."

Meist werde in den Familien die Lust am Züchten von Generation zu Generation weitergegeben. "Züchten ist nicht nur Freude und Entspannung. Es steckt viel Arbeit dahinter. Wenn man wegfahren will, braucht man immer jemanden der einspringt. Es ist ein schönes, aber aufwendiges Hobby. Zum Glück helfen wir uns gegenseitig", erklärte Tangermann. Im Verein ist mit Hans Kurz auch einer, der auf Europas größter Schau, der Lipsia, mit seinen Nackthalshühnern und Tauben schon mehrere Bänder geholt hat. Darauf sind die Altranstädter stolz.

Mit ihren beiden Söhnen, dem dreijährigen Felix und dem zehn Monate alten Alex, waren Evelyn und Daniel Fischer aus Günthersdorf nach Altran-städt gekommen. Die Familie züchtet selbst, sie Tauben, Spezialität Elsterpurzler, er kleine Lohkaninchen. "Wir wollen mal schauen, wo wir stehen", sagte die junge Frau. Der Thronitzer Frank Westphal und sein Kumpel, der Quesitzer Mike Hienzsch, suchten Rammler für ihre Kaninchendamen. Die letzten sind Weihnachten in der Pfanne gelandet, die neuen sollen eine Karenzzeit bekommen. "Wir brauchen frisches Blut und unsere Mädels sollen doch auch ein bisschen Spaß haben. Was hinten rauskommt, ist dann für die Pfanne", erzählte Westphal strahlend beim Gedanken an einen duftenden Kaninchenbraten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.01.2014
Ulrike Witt

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