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Markranstädt Zwei Amtsleiter-Posten in Markranstädt müssen wohl bald neu besetzt werden
Region Markranstädt Zwei Amtsleiter-Posten in Markranstädt müssen wohl bald neu besetzt werden
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00:43 17.09.2015
Soll gehen: Markranstädts Kämmerin Heike Herzig. Quelle: Jörg ter Vehn
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Markranstädt

Im Markranstädter Rathaus bahnen sich größere Personalveränderungen an. Zwei Amtsleiterinnen sollen gehen. Nach LVZ-Informationen soll es sich dabei um Kämmerin Heike Herzig handeln, die nach Ablauf ihrer Probezeit nicht übernommen werden soll, und um Bauamtschefin Uta Richter, deren Arbeit auch im Stadtrat wiederholt kritisiert worden war.

Heike Herzig Quelle: Jörg ter Vehn

Im März noch hatte der Stadtrat einstimmig Herzig als Kämmerin bestimmt. Inzwischen mehren sich die Zeichen, dass die resolute Frau, die im thüringischen Eisenberg nach der Wende über viele Jahre die dortige Finanzverwaltung aufbaute und im Mai in Markranstädt anfing, nach Ablauf ihrer Probezeit Ende Oktober wieder gehen muss. Das besprach Bürgermeister Jens Spiske (FWM) vorige Woche im Kreis hochrangiger Fraktionsvertreter. Hintergrund ist nach LVZ-Informationen Kritik an Herzigs Führungsstil, der von den Mitarbeiterinen der Kämmerei an die Rathausspitze herangetragen wurde.

In öffentlicher Kritik steht seit langem Bauamtsleiterin Uta Richter. Kita-Bau am Stadion, Abriss Leipziger Straße 20/24, Sportplatz Kulkwitz – wiederholt war im Stadtrat auch in jüngster Zeit Unmut über ihre Arbeit laut geworden (die LVZ berichtete mehrfach). Richter war im März 2008 unter der früheren Bürgermeisterin Carina Radon (CDU) nach Markranstädt gekommen, hat einen Doktor in Architektur, promovierte über Hochhausbau. Schon Radon hatte wiederholt auch öffentlich ihre Unzufriedenheit über Richters Arbeit geäußert. Sie fungierte jahrelang formell neben ihrer Arbeit als Stadtchefin auch als stellvertretende Bauamtsleiterin.

Uta Richter Quelle: André Kempner

Im Rathaus haben sich die Personalpläne des Bürgermeisters inzwischen herumgesprochen. Man habe Kenntnis von den Vorgängen, äußere sich aber nicht dazu, hieß es dazu seitens des Personalrats. Spiske selbst sagte, er rede nicht über Personalangelegenheiten. Er sei aber „verwundert und verärgert“, dass die Informationen nach außen gedrungen seien. „Darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“, so Spiske. Der ehemalige Bundeswehr-Offizier hatte die Fraktionsvertreter in der Sitzung unter Androhung von Strafen zur Verschwiegenheit vergattert – obwohl Amtsleiter in Markranstädt vom Stadtrat zu beschließen und also auch zu entlassen sind. Spiske bestätigte lediglich, dass der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am 1. Oktober über „Personalangelegenheiten“ beschließen solle. Details nannte er keine.

Nach LVZ-Informationen ist das Verhältnis von Spiske zu Richter mindestens seit dem Sommer gestört. Seit jenen Tagen kursiert auch die Information, er habe ihr ein Ultimatum über ihren Weggang gestellt. Demnach habe sie sich bis Ende August entscheiden sollen. Jetzt heißt es, man werde über den Weggang nicht streiten, Details seien aber noch zu klären, ebenso der Zeitpunkt. Richter äußerte sich selbst am Montag nicht, ebensowenig Herzig.

Von Jörg ter Vehn

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