Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markranstädt Zwenkauer Straße: Blitzer schießt künftig teure Fotos in beide Richtungen
Region Markranstädt Zwenkauer Straße: Blitzer schießt künftig teure Fotos in beide Richtungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 15.06.2017
Ein Blitzer, zwei Kontrollrichtungen: Die Stele in der Zwenkauer Strae (B 186) soll künftig auch stadteinwärtige Raser erwischen. Quelle: Foto: Jörg ter Vehn
Markranstädt

In der Geschichte der Tempo-30-Zonen in Markranstädt und der dazugehörigen Kontrollanlagen wird bald ein neues Kapitel aufgeschlagen: ein Blitzer, der in beide Richtungen blitzt.

Schon vor einigen Wochen hatten die wachsamen Mitglieder der AG Verkehrslärm Interessantes festgestellt. Das Tempo-30-Schild, das aus Richtung Zwenkau kommend die Autofahrer zur Drosselung der Geschwindigkeit auffordert, war ein paar Meter Richtung stadtauswärts vorverlegt worden, berichteten sie. Zur Erinnerung: Das war nach Angaben des Landratsamtes bislang nicht möglich gewesen. In der Folge war wegen Rechtsunsicherheiten im Dezember 2016 der stadteinwärtige Blitzer abgebaut worden. Schon kurz darauf war dem Kreis klar, diese Mess-Säule solle nach Deuben an den dortigen Unfallschwerpunkt an der B 6 umgesetzt werden. Der zuständige Amtsleiter verkündete damals stolz, das Gerät werde dort in beide Richtungen kontrollieren. Das könne das.

In Markranstädt soll nun genau diese Fähigkeit nach dem Abbau des stadteinwärtigen Blitzers auch zum Zuge kommen. Derzeit sei geplant, die Messanlage in der Zwenkauer Straße so einzurichten, dass diese beide Fahrbahnen überwachen kann, erklärte jetzt Kreissprecherin Brigitte Laux. Technisch sei dies machbar, die vorhandene Säule müsse entsprechend umgerüstet werden. Mit der Zustimmung des Baulastträgers der Bundesstraße – dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr –, dass die Tempo-30-Zeichen versetzt werden dürfen, sei auch der Abstand von 150 Metern zwischen Schild und Überwachung eingehalten.

„Die technische Umsetzung soll dann in Regie des Betreibers erfolgen und ist für uns kostenneutral“, so Laux. Die Nutzung einer Säule für beide Fahrtrichtungen sei natürlich effektiv. Probleme sieht Laux darin, dass die„Blitzgefahr“ für die Autofahrer nicht mehr offensichtlich ist. Das werde sicherlich wieder kritische Stimmen wecken, glaubt sie. „Andererseits klagten Anwohner massiv darüber, dass nach dem Abbau der Säule die Verkehrsteilnehmer die Beschränkung auf 30 Stundenkilometer oft nicht mehr so ernst genommen hätten“, erzählt sie. Die Blitzer seien zwar ungeliebt, aber eben auch scheinbar wirkungsvoll. Wann die Säule „doppelt“ aufnimmt, stehe noch nicht fest, es könne aber schnell gehen.

Verkehrslärm-AG-Sprecher Burkhard Schmidt begrüßte die Doppelausrichtung: „Der Abbau der einen Säule war doch eine Posse“, schimpfte er und staunte zugleich über plötzlich neue Möglichkeiten bei den Schildern. „Früher ging da kein Weg rein, jetzt auf einmal geht es ganz schnell“, so Schmidt.

Wie berichtet, bedient sich der Kreis bei Aufstellung, Wartung und Betreibung des Blitzers eines Dienstleisters. Der Landkreis erhalte die Fotos gegen eine Kostenerstattung pro Bild, so Laux. Früheren Angaben zufolge zahlt der Kreis etwa fünf Euro plus Steuern.

Von Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Wochenende steht das nächste Kinderfest – das 142. – vor der Tür. Ein viertes Straßenfest der Markranstädter Händler wird es hingegen in diesem Jahr nicht geben.

14.06.2017

Gute Nachrichten rund um den ehemaligen König-Albert-Park, auch Stadtpark genannt: Das Rathaus plant, die großzügige Grünanlage langfristig wieder herzurichten. Das kündigte Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler) bei der Ausstellungseröffnung mit historischen Aufnahmen zu dem Areal im Bürgerrathaus am Donnerstagabend an

10.06.2017

Ein richtiger Herzensbrecher beherrscht derzeit den Alltag von Tiger-Queen Carmen Zander. Ein sechs Monate alter Königstiger muss in ihre Tigergruppe eingelebt werden. Nach dem Tod von Tiger-Kater Gandhi im Februar soll er in ein paar Jahren der Herr im Katzenstall werden.

09.06.2017