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Markranstädt Zwischen Häuserskizzen und Todesahnung
Region Markranstädt Zwischen Häuserskizzen und Todesahnung
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18:01 04.10.2010
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Markranstädt

Drei Künstler hat Almuth Bretschneider in der aktuellen Ausstellung auf Schloss Altranstädt zusammengebracht, die am Samstag mit einer Vernissage eröffnet wurde.

Alfred Wölk, ehemals Pfarrer aus Großlehna zeigt seine Aquarelle und Ölkreidebilder, die oft in Pastelltönen daher kommen und deren Motive sich nicht selten in der Natur finden. Dabei schimmert in ihnen aber das Thema Vergänglichkeit immer wieder durch. Er interessiere sich für die Varianten des Lebens, so Wölk, der sich selbst als Autodidakt bezeichnet. Ihn reizen Menschen in der Krise, seinen Bildern verleiht er durch ein Detail oder den Titel zusätzliche, nachdenklich stimmende Ebenen.

Mit dabei auch Wolfgang Heinichen, lange Vorsitzender des Fördervereins Schloss Altranstädt. Der Architekt und ehemalige Mitarbeiter des Regierungspräsidiums präsentiert vielfältige Skizzen, Zeichnungen und Aquarelle, die meisten zeigen Gebäude oder Landschaften. So stellte Galeristin Almuth Bretschneider fest: „Er zeichnet exakt und trotzdem liebevoll. In seinen Bildern zeigt sich seine Liebe zum Bauwerk, wo auch immer er sich befindet.“ Seine Motive sind Bauwerke in der Region ebenso wie in Italien.

Weltweit war auch Niels Gormsen unterwegs. Überall, wo ihm interessante Stadtansichten oder ungewöhnliche Häuserfassaden aufgefallen sind, zückte er sein Skizzenbuch. „Das habe ich immer dabei. Auf die Idee hat mich meine Frau gebracht. In einem Urlaub sagte sie plötzlich, du brauchst doch gar nicht so viel zu fotografieren. Du kannst doch zeichnen“, erzählt der 83-jährige ehemalige Leipziger Stadtbaurat.

Skizzen aus dem Baltikum, aus China und Südafrika sind so ins Schloss Alt-ranstädt gekommen. Entstanden sind interessante Vergleichsmöglichkeiten: moderne Stadtansichten von heute und jahrzehntealte Momentaufnahmen.

Mit der Vernissage wurde auch ein Jubiläum gefeiert, wie die Markranstädter Bürgermeisterin Carina Radon (CDU) deutlich machte. Es ist die 25. Exposition, die auf Schloss Altranstädt gezeigt wird. Möglich hat dies Galeristin Almuth Bretschneider gemacht, deren Leistung und persönliches Engagement Radon ausdrücklich hervorhob. „Als Galeristin muss man in vielen Bereichen fit sein: als Praktikerin, als herausragende Managerin und als verständnisvolle Vermittlerin zwischen Künstlern und Publikum“, sagte Radon.

Die Ausstellung ist noch bis zum 28. November jeweils samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Kerstin Leppich

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