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News 1016 Euro mehr: Löhne in Sachsen sind bundesweit am stärksten gestiegen

Durchschnittsgehälter 1016 Euro mehr: Löhne in Sachsen sind bundesweit am stärksten gestiegen

Der wirtschaftliche Aufschwung macht sich auch auf den Lohnzetteln vieler Sachsen bemerkbar. Um 1016 Euro stieg der Bruttojahresverdienst im vergangenen Jahr – so viel wie in keinem anderen Bundesland. Eine Tabelle von LVZ.de zeigt alle Länder im Gehaltsvergleich.

In Sachsen sind die Jahreslöhne im vergangenen Jahr im Schnitt um 1016 Euro gestiegen – so viel wie in keinem anderen Bundesland.
 

Quelle: dpa

Kamenz.  Die Sachsen haben 2016 deutlich mehr Geld verdient als im Jahr zuvor. In keinem anderen Bundesland seien die Bruttolöhne und -gehälter pro Kopf stärker gestiegen, teilte das Statistische Landesamt in Kamenz am Donnerstag mit. Um 1016 Euro oder 3,8 Prozent legten die Einkommen pro Kopf zu – das war sowohl prozentual als auch absolut der bundesweite Spitzenwert bei den Lohnzuwächsen. Mit einem Jahreseinkommen von genau 28.000 Euro überholte Sachsen das Nachbarland Thüringen (27.965 Euro, +3,6 Prozent) und rangiert nun auf dem 13. Platz vor Sachsen-Anhalt (27.615 Euro, +3,1 Prozent) und Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern mit 26.692 Euro (+3,5 Prozent).

Hamburger verdienen am meisten, Thüringer am wenigsten

Trotz Lohnsteigerungen verdienen die Menschen zwischen Leipzig, Görlitz und dem Erzgebirge im Deutschlandvergleich noch immer 16 Prozent weniger als der durchschnittliche Bundesbürger. Das Bruttoeinkommen lag länderübergreifend bei 33.284 Euro – ein Plus von 2,5 Prozent. Am meisten in der Lohntüte hatten die Hamburger (39.678 Euro), Hessen (36.896 Euro) und Baden-Württemberger (35.876 Euro). Die Bayern folgten mit 35.284 Euro auf Rang vier.

Bundesland Bruttolohn 2016 Veränderung Bundes-  ∅
Hamburg 39.678 € 1,6 % 119,2 %
Hessen 36.896 € 2,2 % 110,9 %
B.-Württemberg 35.876 € 2,8 % 107,8 %
Bayern 35.284 € 2,3 % 106,0 %
Bremen 33.983 € 2,0 % 102,1 %
NRW 33.564 € 2,5 % 100,8 %
Berlin 33.547 € 2,8 % 100,8 %
Rheinland-Pfalz 31.435 € 1,5 % 94,4 %
Saarland 31.382 € 2,0 % 94,3 %
Niedersachsen 30.349 € 1,7 % 91,2 %
Schleswig-Holstein 29.422 € 2,7 % 88,4 %
Brandenburg 28.118 € 2,9 % 84,5 %
Sachsen 28.000 3,8 % 84,1 %
Thüringen 27.965 € 3,6  % 84,0 %
Sachsen-Anhalt 27.615 € 3,1 % 83,0 %
M.-Vorpommern 26.692 € 3,5 % 80,2 %
Deutschland 33.284 2,5 % 100 %

Innerhalb Sachsens werden die höchsten Durchschnittslöhne nach Angaben des Statistischen Landesamts im Bereich des produzierenden Gewerbes ohne Baugewerbe mit 32.975 Euro gezahlt. Im verarbeitenden Gewerbe lag das Bruttoeinkommen bei 32.164 Euro. Am stärksten profitierten vom Konjunkturaufschwung die Mitarbeiter im Bereich öffentlicher und sonstiger Dienstleister, Erziehung und Gesundheit. Hier gab es ein Plus von 1297 Euro oder 4,5 Prozent auf 29.930 Euro. Am wenigsten gezahlt wird im Bereich Land-/Forstwirtschaft und Fischerei. Mit 20.958 Euro standen hier bei jedem Werktätigen immerhin 812 Euro mehr auf der Jahresabrechnung – wohlgemerkt vor Abzug von Lohnsteuer und Sozialbeiträgen.

Mindestlohn zeigt positive Effekte

Für die SPD ist der Anstieg eine logische Folge des Mindestlohns. „Dieser führte gerade in Sachsen für Geringverdiener zu Lohnerhöhungen“, erklärte Thomas Jurk, Sprecher der sächsischen SPD-Abgeordneten im Bundestag und Ex-Wirtschaftsminister in Sachsen. Aufgabe für die Zukunft bleibe es, niedrige und mittlere Einkommen zu entlasten. „Viele verdienen immer noch zu wenig oder haben prekäre Jobs, obwohl sie alle was Ordentliches gelernt haben“, meint Jurk.

Von Robert Nößler

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