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Mitteldeutschland 3000 Stromtrassengegner bilden Menschenkette gegen Südlink
Region Mitteldeutschland 3000 Stromtrassengegner bilden Menschenkette gegen Südlink
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19:07 25.03.2018
Zahlreiche Menschen zeigen bei der Demonstration «Keine Stromtrasse zwischen Rhön und Rennsteig» Protestschilder. Die Demonstration richtet sich gegen die vom Netzbetreiber Tennet geplante Südlink-Trasse. Quelle: dpa
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Fambach

Gegen den geplanten Bau der umstrittenen Südlink-Stromtrasse haben etwa 3000 Menschen in Fambach bei Meiningen protestiert. Die Trassengegner bildeten am Sonntag eine Menschenkette entlang der früheren Bundesstraße 19, um ihrem Unmut über die vom Netzbetreiber Tennet favorisierte Streckenvariante durch Rhön, Werratal und Hainich deutlich zu machen. Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) kritisierte, dass ein Alternativvorschlag Thüringens zur Trassenführung „einfach vom Tisch gewischt“ worden sei. „Das nehmen wir nicht hin - und die Menschen in der Region erst recht nicht.“

Die 700 Kilometer lange Trasse soll im Zuge der Energiewende Strom von Nord- nach Süddeutschland bringen. Thüringen hatte einen deutlich weiter westlichen Verlauf unter Umgehung des Landes vorgeschlagen. Die Bundesnetzagentur hatte diese Alternativvariante durch Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen nach Süddeutschland kürzlich verworfen, was in Thüringen auf Empörung stößt.

Dezentrale Energiewende gefordert

Unter den Protestierenden in Fambach waren auch Vertreter hessischer und bayerischer Bürgerinitiativen, die sich ebenfalls gegen die Trasse wehren, sagte Fambachs Bürgermeister Jürgen Herrmann (SPD). Die Aktionsbündnisse gegen mehrere in Deutschland geplante Stromtrassen hatten sich bereits am Samstag im hessischen Fulda getroffen und einen Stopp des Stromnetzausbaus gefordert. Sie seien gegen überdimensionierten Netzausbau und für eine dezentrale Energiewende, erklärten mehrere Aktionsbündnisse laut einer Mitteilung des Bundesverbands der Bürgerinitiativen gegen Südlink.

Die Kritik der Aktionsbündnisse richtet sich gegen die sogenannten Stromautobahnen. Dazu gehört auch eine weitere Thüringen möglicherweise betreffende Trasse - der Südostlink. Die Aktionsbündnisse kritisierten das bisherige Planungsverfahren scharf. Von der Politik forderten die Kritiker neben einem Ausbaustopp ein planvolleres Vorgehen. Nötig seien ein ressortübergreifender Plan für die Energiewende und ein Energiewende-Gesetz.

LVZ

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