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News 51-Jähriger wegen Millionenbetruges zu mehrjähriger Haftstrafe verurteilt

51-Jähriger wegen Millionenbetruges zu mehrjähriger Haftstrafe verurteilt

Wegen Betruges von Geldanlegern mit einem Millionenschaden hat das Landgericht Cottbus am Dienstag einen Mann zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Die Richter hielten den 51-Jährigen aus Herzberg (Elbe-Elster) für schuldig, als Drahtzieher von kriminellen Geldgeschäften mehr als 300 Anleger in Brandenburg und Sachsen um ihre Einlagen gebracht zu haben.

Cottbus. Der Schaden wurde auf ungefähr 2,6 Millionen Euro veranschlagt. Ein Mitangeklagter aus Gleichen bei Göttingen (Niedersachsen) war während des mehr als ein Jahr dauernden Prozesses zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Die Geldanleger hatten nach Überzeugung des Gerichts von 2001 bis 2004 windigen Geschäftemachern und Vermittlern einer vom Angeklagten geführten Quattro GmbH und deren Vertriebsgesellschaften zwischen 1500 und 60 000 Euro anvertraut. Dafür seien ihnen für angeblich sichere Mietgeschäfte mit Autos und Baufahrzeugen Renditen von etwa acht Prozent versprochen worden. Die Gier nach Geld habe vielen Beteiligten den klaren Blick für die Realität getrübt, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Fiedler. Die Kammer befand den 51-Jährigen unter anderem wegen Betruges, Verstößen gegen das Kreditwesengesetz, Insolvenzverschleppung und Bankrotts für schuldig.

Nach dem Verkauf der insolventen Quattro GmbH habe der Beschuldigte von Herzberg aus ohne Genehmigung der Finanzaufsicht Fonds aufgelegt und dafür Geld eingesammelt. Das Schneeballsystem brach Mitte 2004 zusammen, die Millionensumme gilt bis auf einen kleinen fünfstelligen Betrag als verschwunden.

Mit dem Urteil, das noch nicht rechtskräftig ist, blieb das Gericht deutlich unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die fünf Jahre und drei Monate gefordert hatte. Dagegen stellte die Verteidigung keinen konkreten Antrag. Für sie steht fest, dass Geschäftspartner ihren Mandanten geprellt und den größten Teil des Millionenbetrages beiseite geschafft haben.

dpa

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