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Mitteldeutschland A14 mit Schlamm und Wasser vollgespült – „Entwässerung ausreichend“
Region Mitteldeutschland A14 mit Schlamm und Wasser vollgespült – „Entwässerung ausreichend“
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09:39 12.06.2018
Am 1. Juni bildete sich ein kilometerlanger Stau auf der Autobahn 14, die nach Starkregen von Wasser- und Schlammmassen überflutet wurde. Die Straße war für mehrere Stunden komplett gesperrt. Quelle: dpa
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Leipzig/Döbeln

Starker Regen und Gewitter haben Autofahrer auf der A 14 in Richtung Dresden gleich zweimal hintereinander Nerven gekostet. Nachdem die Straße nahe Döbeln vor einer Woche schon einmal überschwemmt worden war, bot sich am Sonntagabend das gleiche Bild. „Dieses Mal war nicht die Senke bei Hansens Holz vollgelaufen“, erklärte eine Sprecherin des sächsischen Straßenamtes am Montag auf Anfrage von LVZ.de. Stattdessen sei Schlamm und Wasser der umliegenden Felder etwa 100 Meter westlich der Senke auf die Fahrbahn gespült worden.

In Richtung Dresden musste die A14 gesperrt werden. Kurz darauf habe der Verkehr während der Aufräumarbeiten einspurig rollen können. Am Montagmittag dauerte die Reinigung weiter an. „Die Senke selbst war bei Weitem nicht so stark betroffen wie am Freitag der vorhergegangenen Woche und blieb befahrbar.“ Wegen der Überschwemmungen hatte es am Sonntagabend laut Polizei vier Unfälle gegeben. Allerdings habe es sich dabei nur um Blechschäden gehandelt.

Entwässerung ausreichend dimensioniert

Beide Vorfälle seien „Auswirkungen ein und derselben Wetterkapriole“. Wassermassen von bis zu 80 Litern pro Quadratmeter könne in so kurzer Zeit keine Entwässerungsanlage aufnehmen. Zudem habe die lange Trockenheit dafür gesorgt, dass der Niederschlag nicht in die angrenzenden Felder sickerte. Stattdessen floss der Regen mit hoher Geschwindigkeit zum tiefsten Punkt und sammelte sich dort. Die Maße der Entwässerungsanlage werden trotzdem nicht angepasst. Die Dimensionierung sei regelkonform und im Normalfall mehr als ausreichend, teilte die Sprecherin mit.

Allerdings soll der Zugang zu den Leitungen verlegt werden. Grund dafür sei nicht, dass das Wasser dann schneller abfließt. Stattdessen sollen die Rohre zukünftig besser zu erreichen sein und so einfacher von Schmutz befreit werden. Bei der Reinigung am ersten Juniwochenende war laut Landesstraßenbauamt festgestellt worden, dass die Leitungen derzeit ungünstig angeordnet sind.

ADAC warnt vor Schlamm und Geröll

Der Deutsche Wetterdienst warnte auch am Montag vor Gewittern mit Starkregen und stürmischen Böen, vor allem im Mittelgebirgsraum. Lokal könne es auch zu Unwettern mit Hagel kommen, hieß es. Nach solchen Vorhersagen sollten sich Autofahrer laut Automobilclub ADAC richten. Wenn ein Halter den Schaden billigend in Kauf nimmt, greife die Versicherung möglicherweise nicht, teilte ein Sprecher in Dresden mit. Darum sollte man nicht in eine offensichtlich überschwemmte Straße fahren.

Bei Schlamm und Geröll auf der Straße – so wie am Sonntag auf der A14 – werde die Fahrbahn außerdem schnell glatt. Autos könnten dann leicht von der Straße gespült werden. Wer vom Unwetter überrascht wird, müsse langsam fahren. Andernfalls könne Wasser in den Motor gelangen. Wer die Tiefe nicht abschätzen kann, sollte laut ADAC anhalten und nach einem Umweg suchen.

Von Josephine Heinze

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