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Mitteldeutschland AfD-Spitzenkandidat Bernd Lucke in Dresden – Störer zu Boden gestoßen
Region Mitteldeutschland AfD-Spitzenkandidat Bernd Lucke in Dresden – Störer zu Boden gestoßen
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17:10 09.05.2014
Spitzenkandidat Bernd Lucke von der Alternative für Deutschland (AfD) in Dresden. Quelle: Dominik Brüggemann
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Dresden

Ordner und erzürnte Zuhörer gingen gegen die etwa fünfzehn Protestler vor, eine junge Frau wurde zu Boden gestoßen. Der Dresdner AfD-Vorsitzende Jörg Urban, der auch Geschäftsführer der Grünen Liga Sachsen ist, ging Juso-Mitglied Stefan Kraft an und drängte ihn ab. Gegenüber DNN-Online sagte Urban: „Ich habe keine Störungen wahrgenommen. Ich habe lediglich einer jungen Frau verbal zu verstehen gegeben, dass sie eine angemeldete Wahlkampfveranstaltung nicht mit Lärm unterbrechen soll.“ Nach den Stößen der Ordner griff die Polizei ein und trennte die beiden Lager. Kraft, der sich in Pieschen um einen Platz als SPD-Stadtrat bewirbt, sagte: „Ich bin hier, um gegen die eurokritische und rechtspopulistischen Ideen der AfD zu protestieren.“

Dresden. Bei der Kundgebung der Alternative für Deutschland (AfD) mit Spitzenkandidat Bernd Lucke in Dresden haben Gegendemonstranten die Versammlung mit Lärm versucht zu stören. Ordner und erzürnte Zuhörer gingen gegen die etwa zehn Protestler vor, eine junge Frau wurde zu Boden gestoßen. Lucke hob derweil die Vorzüge der eurokritischen Partei hervor und erntete Applaus.

Laut Polizei entrissen Ordner einer 24-jährigen Gegendemonstrantin eine Trommel und warfen diese weg. Als eine 31-Jährige das Musikinstrument aufheben wollte, stießen Ordner sie zu Boden. Laut Polizei wurde sie leicht verletzt. Die 24-Jährige beleidigte in der Folge die Beamten, die jetzt gegen sie ermitteln. Gleichzeitig ermitteln sie auch gegen die beteiligten Ordner wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung. Insgesamt kamen 25 Beamte zum Einsatz.

Lucke, der eingangs Wert darauf legte, dass die AfD keineswegs eine rechtspopulistische Partei sei, wetterte gegen polnische Gastarbeiter in Deutschland, die hier Kindergeld in Millionhöhe kassierten und somit das deutsche Sozialsystem ausnutzten, obwohl die Kinder in Polen aufwüchsen. Das größtenteils ältere Publikum applaudierte. Scharf ins Gericht ging Lucke mit der Europäischen Union. Die willkürliche Normierung sei nicht weiter hinnehmbar, vielmehr solle die EU langfristig ein Dienstleister für die souveränen Staaten werden. Entsprechend lobte er auch seine Partei, in der Menschen Politik als Bürger und nicht als Politiker gestalten könnten. Das sei die Stärke der AfD, argumentierte Lucke bei seinem Auftritt vor rund 350 Zuhörern abschließend.

dbr

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