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Mitteldeutschland AfD will Mitglieder wegen extremistischer Äußerungen sanktionieren
Region Mitteldeutschland AfD will Mitglieder wegen extremistischer Äußerungen sanktionieren
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14:04 18.05.2018
Das Logo der Alternative für Deutschland (AfD) ist am 10.09.2016 in Rendsburg (Schleswig-Holstein) auf dem Landesparteitag der AfD auf Parteibroschüren zu sehen. Foto: Markus Scholz/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa
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Dresden

Die AfD in Sachsen will mehrere Mitglieder aus dem Kreisverband Vogtland wegen rechtsextremistischer und menschenverachtender Äußerungen in einer Chatgruppe zur Rechenschaft ziehen. Bevor es zu disziplinarischen Maßnahmen komme, sollen sich die Betroffenen zunächst einer Anhörung stellen, sagte Parteisprecher Andreas Harlaß am Freitag auf Anfrage. Über den Vorgang hatten zuvor Journalisten des Rechercheverbundes von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ berichtet. Harlaß sprach von „haarsträubenden Dingen“. Die Partei werde mit drastischen Maßnahmen bis hin zum Parteiausschluss reagieren.

An der WhatsApp-Gruppe sollen mindestens neun AfD-Politiker beteiligt gewesen sein. Unter anderem wurden Fotomontagen zur standrechtlichen Erschießung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gepostet. Ein Posting zeigt eine SS-Mütze mit der Aufschrift: „Liebe Flüchtlinge, an diesen Mützen erkennen Sie Ihren Sachbearbeiter.“ „Dieser Post allein und unkommentiert wäre für die AfD in der öffentlichen Wahrnehmung verheerend“, heißt es in einem Untersuchungsbericht des Landesverbandes.

„Dieses Verhalten ist grob parteischädigend und hat mit den politischen Wertevorstellungen der Alternative für Deutschland Sachsen nichts, aber auch gar nichts zu tun. Wir gehen mit konsequenter Härte dagegen vor und werden das in ähnlich gelagerten Fällen auch künftig tun“, erklärte AfD-Generalsekretär Jan Zwerg.

Von LVZ

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