Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Agrarflächen werden auch in Sachsen knapp - Preise für Ackerland steigen weiter
Region Mitteldeutschland Agrarflächen werden auch in Sachsen knapp - Preise für Ackerland steigen weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:36 17.02.2015
Die Ackerfläche in Deutschland nimmt ab. Im Osten werden Flächen, die früher dem Staat und damit der Allgemeinheit gehörten an private Besitzer verkauft. Quelle: dpa
Anzeige
Leipzig

Der Anstieg werde sicher moderat sein, sagte der Leiter der BVVG-Niederlassung Sachsen, Markus Meyer, am Dienstag. Mit fallenden Preisen rechne er aber keinesfalls.

Die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH privatisiert in den ostdeutschen Ländern ehemals volkseigene Agrarflächen. Zwar sei in Sachsen 2014 der Hektarpreis mit durchschnittlich 14.021 Euro im Jahresvergleich stabil geblieben. Allerdings seien vorrangig günstigeres Grünland und Ackerflächen in ungünstigen Lagen verkauft worden. In den anderen Ost-Ländern seien die Preise wie auch im Westen gestiegen. Grund ist laut BVVG eine steigende Nachfrage nach dem knappen Gut Agrarfläche. Täglich gehen den Angaben zufolge 70 Hektar Land etwa für Autobahnbau oder den Bau von Anlagen für regenerative Energien verloren.

Im vorigen Jahr verkaufte die BVVG in Sachsen 6600 Hektar Agrarfläche. Davon waren 4200 Hektar Acker- und Grünland und 2200 Hektar Wald. Der Rest entfiel auf sogenannte Umwidmungsflächen, etwa für Gewerbegebiete. Damit erzielte die BVVG im Freistaat 66 Millionen Euro. Das waren 10 Prozent des BVVG-Gesamtüberschusses. Die große Masse der verkauften oder verpachteten Flächen sei an ortsansässige Landwirtschaftsbetriebe gegangen, betonte Meyer.

Die gesetzlich vorgeschriebene unentgeltliche Übertragung von Naturschutzflächen sei mittlerweile abgeschlossen. An das Land oder von ihm benannte Einrichtungen seien 4900 Hektar Naturschutzfläche übergeben worden. Der Verkauf von Wald solle in diesem Jahr beendet werden. Die BVVG will ihr Geschäft bis zum Jahr 2025 endgültig erledigt haben.

lvz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Für den Kauf der Braunkohle-Sparte des Energiekonzerns Vattenfall interessieren sich weiter nur zwei Unternehmen aus Tschechien. Der als ein dritter Interessent genannte Energiekonzern Steag aus Nordrhein-Westfalen dementierte am Dienstag Kaufabsichten.

17.02.2015

Sachsen erwägt angesichts steigender Zahlen von Asylsuchenden weitere Übergangslösungen für die Erstaufnahme. Inzwischen würden täglich mehr als 100 Asylbewerber in den Freistaat kommen, teilte Innenminister Markus Ulbig (CDU) am Montag mit.

16.02.2015

Der Sächsische Rechnungshof wirft einzelnen Landtagsfraktionen eine teilweise zweckwidrige Verwendung von Fraktionsgeldern vor. Die Behörde mit Sitz in Leipzig bezog sich dabei am Montag auf Prüfungen in der letzten Wahlperiode.

16.02.2015
Anzeige