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Mitteldeutschland "Andadschn" ist das sächsische Wort des Jahres 2017
Region Mitteldeutschland "Andadschn" ist das sächsische Wort des Jahres 2017
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18:30 04.10.2017
Datsche da ma ni of meim Touchscreen rum! (Symbolbild) Quelle: dpa
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Dresden

Zum zehnten Mal wurden bei einer Gala im Dresdner Schauspielhaus die Sächsischen Wörter des Jahres gekürt. Eine Jury hatte das schönste und das bedrohteste Wort ausgesucht, über das beliebteste entschieden gemeinsam Hörer von MDR Sachsen und Leser der Sächsischen Zeitung sowie auch der Leipziger Volkszeitung. In einem Online-Voting gaben sie mehr als 6200 Stimmen ab. Klarer Sieger in der Publikumsumfrage (25 Prozent) unter zehn Vorschlägen wurde dabei „Andadschn“, was hochdeutsch so viel bedeutet wie antasten, anfassen oder jemanden berühren. In der Begründung hieß es, dass „Andadschn“ zwei Seiten habe, eine positive und eine negative. Etwas anzufassen, kann durchaus dazu dienen, es zu begreifen, ihm näher zu kommen, aber es kann auch unangenehm werden, wenn jemand jemanden ungefragt anfasst, ihn einfach so berührt.

Auf den geschlagenen Abstimmungsplätzen landeten übrigens „Ergaddern“, „Fänsen“ und „Geigl“. In den letzten Jahren landeten bei den beliebtesten Sachsen-Wörtern „diggschn“ (Dickschädel, der seine Meinung durchsetzt, 2016), „Blaadsch“ (Tollpatsch, 2015), „Gelumbe“ (Unaufgeräumtes, 2014), „Hidsche“ (Fußbank, 2013) und „didschn“ (etwas Eintauchen, 2012) jeweils auf den ersten Plätzen.

Zum schönsten sächsischen Wort kürte die Jury, zu der unter anderem Schauspieler Tom Pauls, Leipzigs Lachmessechef Frank Berger und der Dresdner Autor Peter Ufer gehörten, die „Schmieche“, die im Freistaat für Gliedermaßstab oder Zollstock steht. Zum bedrohtesten Wort wurde „Reformande“ gewählt, was für Strafpredigt, Zurechtweisung und Verweis steht.

abö

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