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Mitteldeutschland Andrang auf der 2. Dresdner Tattoo Convention: Körperkultur-Fans zeigen Haut und Farbe
Region Mitteldeutschland Andrang auf der 2. Dresdner Tattoo Convention: Körperkultur-Fans zeigen Haut und Farbe
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17:44 04.02.2012
Wer schön sein will, muss leiden. Doch den Schmerz ertrugen viele Gäste ohne zu klagen, konnten sie sich doch direkt vor Ort von internationalen Tätowierern verschönern lassen. Quelle: Jane Jannke

Etwas haben sie alle gemein: die Faszination für den Kult um das Kunstobjekt Haut. Nicht jeder hat da zwingend selbst ein Tattoo, manch einer schaut einfach nur gerne.

Anita aus Dresden etwa ist im wahrsten Sinne des Wortes blutige Anfängerin. Seit vier Jahren überlege sie hin und her wegen eines Tattoos, sagt sie. Und da ist es auch schon geschehen: Die junge Frau sitzt etwas unsicher auf einem Hocker in einem improvisierten Tattoo-Studio und lässt sich ein Motiv auf den linken Oberarm stechen, während nur weniger Zentimeter entfernt die Menge vorbeiwogt. „Ein Herz mit Blumenranken", erklärt sie lächelnd. Schmerzhaft sei die Prozedur im Übrigen nicht wirklich: „Das hab ich mir viel schlimmer vorgestellt." Ganz anders dagegen Armin. Der Dynamo-Dresden-Fan kann über die Aufgeregtheit der Neulinge nur müde lächeln. Armin ist ein alter Hase im Tattoo-Geschäft. Er hat es sich auf einer Liege direkt am viel frequentierten Durchgang zum Konzertsaal bequem gemacht und lässt sich gerade den 4. apokalyptischen Reiter, den Tod, stechen. „Die anderen hab ich schon alle", erzählt er und lupft das Hosenbein. Armins ganzes Bein ist bereits tätowiert, „aber auf dem anderen ist noch Platz", scherzt er.

Um die Stände mit den Tätowierutensilien drängen sich die Profis: Hier gibt es alles, was der Tattoo-Künstler für sein Metier braucht: Farbe in allen Nuancen, Nadeln, Schläuche. Anderswo gibt es Piercing-Schmuck, Klamotten und Accessoires. Über all den Trubel und selbst noch über die lautstarke Musik hinweg dröhnt das stete Surren der Tätowiernadeln. Ein kleines bisschen erinnert der Gang über die Messe an einen Besuch beim Zahnarzt. Und wie beim Zahnarzt ist auch beim Tätowieren Schmerz ein Thema. Die vielen jungen Menschen auf den Liegen und Hockern der präsenten Tattoo-Studios aus aller Welt ertragen ihn jedenfalls mit Fassung.

Wer Lust bekommen hat, kann auch am Sonntag noch der Tattoo Convention im Alten Schlachthof Dresden einen Besuch abstatten. Geöffnet ist von 11 bis 20 Uhr, der Eintritt kostet für den Tag 10 Euro.

Jane Jannke

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