Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Anklage gegen frühere Sachsen-LB-Vorstände - Noch kein Termin für Prozessbeginn
Region Mitteldeutschland Anklage gegen frühere Sachsen-LB-Vorstände - Noch kein Termin für Prozessbeginn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:44 03.01.2012
Leipzig

Ein Prozesstermin stehe noch nicht fest. Die Staatsanwaltschaft Leipzig hatte im September 2011, rund vier Jahre nach dem Not-Verkauf der angeschlagenen Landesbank, Anklage gegen drei frühere Vorstände erhoben.

Den Managern wird Untreue und unrichtige Darstellung vorgeworfen. Sie sollen mit dafür gesorgt haben, dass die Jahresabschlüsse 2003 und 2004 unrichtig und geschönt waren, damit die Bank Gewinne ausweisen konnte. Dadurch sollen dann ungerechtfertigt Ausschüttungen an die Anteilseigner und erfolgsabhängige Vergütungen an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter gegangen sein. Die Hamburger Staatsanwaltschaft erhob unterdessen Anklage gegen sechs frühere Vorstände der HSH Nordbank - es geht um Verlust-Geschäfte aus dem Jahr 2007. Ihnen wird Untreue im besonders schweren Fall und unrichtige Darstellung vorgeworfen.

Die damalige Sachsen LB war im Zuge der weltweiten Immobilien- und Finanzkrise wegen Spekulationen ihrer irischen Tochter ins Trudeln geraten und stand kurz vor der Pleite. Rettung kam mit dem eiligen Verkauf an die Landesbank Baden-Württemberg LBBW im Jahr 2007. Die Bank arbeitet heute unter dem Dach der LBBW als Sachsen Bank und macht nach eigenen Angaben als Mittelstandsfinanzierer in der Region wieder gute Geschäfte. Für Ausfälle aus der Sachsen-LB-Zeit bürgt der Freistaat mit bis zu 2,75 Milliarden Euro. Seit der ersten Zahlung im Juni 2009 sind mittlerweile mehr als 278,5 Millionen Euro zusammengekommen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Dienstag haben Polizei und Feuerwehr die Suche nach einer Wasserleiche in Eilenburg fortgesetzt. Der Einsatz von Suchhunden und Booten verlief aber ohne Erfolg.

17.07.2015

In der Auseinandersetzung um eine gemeinsame Unterbringung von Sicherungsverwahrten aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen zeichnet sich keine Lösung ab. „Es ist wichtig, dass man miteinander redet", sagte Sachsen-Anhalts Justiz-Staatssekretär Eberhard Schmidt-Elsaeßer (SPD) am Dienstag nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen in Naumburg der Nachrichtenagentur dpa.

03.01.2012

Die Stiftung „Lebendige Stadt“ bringt in Leipzig und anderen Städten in Ostdeutschland Bahnbrücken zum Leuchten. Mit je 25.000 Euro pro Brücke würden Städte unterstützt, die Bahnunterführungen mit neuer Lichttechnik ausstatten wollen, teilte die Stiftung am Dienstag in Hamburg mit.

03.01.2012