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Anschlag auf Weimarer Ordnungsamt - Autos brennen

Anschlag auf Weimarer Ordnungsamt - Autos brennen

Brennende Autos und ein Anschlag auf das Ordnungsamt haben in der Nacht zum Montag in Weimar für Aufregung gesorgt. Zunächst zerstörten Unbekannte mit Steinen Fensterscheiben eines Gebäudes der Stadtverwaltung am Markt.

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Der Schaden an den Autos wurde auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.

Quelle: dpa

Weimar. Anschließend warfen sie Knaller in das Haus, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Den Angaben nach berichteten Zeugen von sieben bis acht vermummten und schwarz gekleideten Menschen, die sich zum Zeitpunkt des Feuers in Tatortnähe aufgehalten hätten. Am frühen Montagmorgen wurden dann im Südviertel sechs Autos angezündet, eines brannte komplett aus. Es werde in alle Richtungen ermittelt, hieß es. Doch gebe es „einen intensiven Ermittlungsstrang“ zur linksextremen Szene. In einem Interneteintrag sei Bezug auf die Krawalle in Griechenland genommen worden.

Bei dem Anschlag auf das Ordnungsamt kam es in einem der Räume zu einem Brand. Ein Feuermelder habe sofort angeschlagen, so dass der Schaden mit etwa 500 Euro gering blieb. Der Schaden an den Autos wurde auf mehrere zehntausend Euro geschätzt. In beiden Fällen sucht die Kriminalpolizei Zeugen, die Hinweise auf die Täter geben können.

Nach Angaben eines Ermittlers gibt es weder ein Bekennerschreiben, noch eine heiße Spur. Spezialisten des Landeskriminalamtes seien zur Spurensicherung am Tatort gewesen. Auf einer alternativen Plattform im Internet sei am Vormittag ein Bezug zwischen dem Anschlag in Weimar und dem Tod eines Teenagers durch eine Polizeikugel vor einem Jahr in Griechenland hergestellt worden. Damals war Griechenland von einer beispiellosen Welle der Gewalt überzogen worden, die in den vergangenen Tagen erneut aufflammte. Der Internet-Eintrag sei inzwischen aber wieder verschwunden.

Der Innenexperte der CDU-Fraktion im Landtag, Wolfgang Fiedler, äußerte die Sorge, dass sich in Thüringen verstärkt linksextreme Gewalt einschleiche. Sollte sich der Verdacht bestätigen, müssten Konsequenzen gezogen werden, erklärte er in einer Mitteilung. Es müsse allen Formen von Extremismus und Gewalt - egal ob von links oder von rechts - entschieden entgegengetreten werden. Fiedler: „Die platte Parole vom „Kampf gegen Rechts“ wird der komplexen Herausforderung jedenfalls nicht gerecht."

dpa

dpa

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