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Mitteldeutschland Anstieg um 300 Prozent: Kohlekraftwerke in Sachsen jagen mehr Quecksilber in die Luft
Region Mitteldeutschland Anstieg um 300 Prozent: Kohlekraftwerke in Sachsen jagen mehr Quecksilber in die Luft
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17:39 24.08.2014
Das Braunkohle-Kraftwerk Jänschwalde in Brandenburg. Quelle: dpa
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Dresden

Er verwies dabei auf die Antwort des sächsischen Umweltministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Landtag.

Danach habe das Kraftwerk Lippendorf allein im zurückliegenden Jahr 410 Kilogramm Quecksilber ausgestoßen, das Kraftwerk Boxberg 370 Kilogramm und das Heizkraftwerk Chemnitz 51 Kilogramm. Zschocke forderte angesichts der Zahlen eine Verschärfung der Grenzwerte. Während in Deutschland 30 Mikrogramm Quecksilber pro Kubikmeter Abgas erlaubt sind, liegt der Grenzwert in den USA für den Ausstoß von Quecksilber in den Abgasen von Braunkohlekraftwerken bei 4,1 Mikrogramm. „Durch Nachrüstung mit chemischen Reinigungstechnologien könnte dies auch in Deutschland erreicht werden, wenn der Schutz vor Gefahren wichtiger wäre als der Schutz von Kohlestromproduzenten vor Nachrüstungskosten“, meinte Zschocke.

Kerkwitz. Braunkohlegegner protestieren am Samstag mit einer Menschenkette von Brandenburg bis nach Polen gegen neue Tagebaue. Die Kette soll sich über eine Länge von etwa acht Kilometern erstrecken und von Kerkwitz (Spree-Neiße) bis ins polnische Grabice reichen. Beide Orte sind von einer Abbaggerung bedroht. Rund 5000 Teilnehmer werden erwartet. Auch das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig kündigte seine Teilnahme an.

Am Wochenende protestierten hunderte Menschen über die deutsch-polnische Grenze hinweg gegen die Zerstörung ihrer Heimat durch Braunkohletagebaue. Weiter kritisierten sie das Festhalten an dem Energieträger, der die schlechteste CO-2-Bilanz sowie den höchsten Schadstoffausstoß hat. Die schwarz-gelbe Landesregierung in Sachsen bezeichnet die Braunkohle als "Brückentechnologie" bei der Energiewende und will Abbau und Nutzung weiter vorantreiben. Die Linke hingegen forderte im Wahlkampf den schrittweisen Ausstieg bis 2040.

dpa/joka

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