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Mitteldeutschland Mehr als vier Millionen Fahrgäste auf Strecke Berlin-München
Region Mitteldeutschland Mehr als vier Millionen Fahrgäste auf Strecke Berlin-München
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16:25 29.11.2018
Ein ICE auf der Neubaustrecke München - Berlin. Quelle: dpa
Leipzig

Statt Auto oder Flieger lieber mit dem Zug unterwegs. Dieser fromme Wunsch der Deutschen Bahn ist auf der ICE-Trasse BerlinMünchen Realität geworden. Die mit Pannen gestartete Verbindung hat sich zum Renner entwickelt. Mehr als vier Millionen Fahrgäste wurden auf der Strecke seit Eröffnung befördert, teilte die Deutsche Bahn gestern auf Nachfrage LVZ.de mit. Zuvor waren jährlich 1,8 Millionen Fahrgäste unterwegs.

Berlin-München über Leipzig beziehungsweise Halle ging nach mehr als zehn Jahren Bauzeit im Dezember vergangenen Jahres in Betrieb – allerdings mit eine Reihe von Pannen. Insgesamt seien auf dieser Strecke allein am Eröffnungstag sieben Züge ausgefallen – unter anderem wegen technischer Probleme mit dem neuen Sicherheits- und Steuerungssystem ETCS. Dieses ersetzt analoge Signale an der Strecke.

15.000 Fahrkarten täglich

Täglich verkaufe man im Schnitt 15 000 Fahrkarten für Verbindungen entlang der neuen Schnellfahrstrecke, sagte Berthold Huber, Vorstand für Personenverkehr bei der Deutschen Bahn, vor wenigen Wochen im Interview mit der LVZ.de. Die durchschnittliche Auslastung liege bereits bei über 80 Prozent. Zum Vergleich: Im gesamten Fernverkehr seien die Züge im Schnitt zu 55 Prozent ausgelastet. Aufgrund des Erfolgs werde die Bahn deshalb ab Dezember das Angebot ausweiten, kündigte Huber an. „Dann werden wir täglich bis zu 21 Verbindungen pro Richtung zwischen Berlin und München anbieten.“ Statt bisher drei fahren dann fünf tägliche ICE-Sprinter von Berlin beziehungsweise München. Die Sprinter fahren auf der Strecke nur über Halle und verbinden die beiden Metropolen in drei Stunden und 58 Minuten. Außerdem soll der neue ICE 4 zum Einsatz kommen. Er bietet mehr Platz und kann auch Fahrräder transportieren.

Neue Verbindung nach Wien

Zudem wird es mit dem neuen Direktzug Berlin–Halle–NürnbergWien auch die erste internationale Verbindung über die neue Strecke geben. Reisende sind dann von Berlin 35 Minuten und von Halle 70 Minuten schneller als heute in Wien, verspricht die Bahn. Freitags wird der Zug von Berlin bis an die Ostseeküste nach Rostock verlängert. „So schaffen wir es, unseren Marktanteil zwischen Berlin und München im Wettbewerb mit Flieger und Auto von 20 auf 40 Prozent zu verdoppeln“, zeigte sich Huber zuversichtlich. Ziel der Deutschen Bahn im kommenden Jahr soll sein, dass mehr als die Hälfte aller Menschen, die sich zwischen Berlin und München bewegen, mit der Bahn fahren.

Von Andreas Dunte

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