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Mitteldeutschland August-Horch-Klassik durch Sachsen erinnert an Rennsportgeschichte der Auto-Union
Region Mitteldeutschland August-Horch-Klassik durch Sachsen erinnert an Rennsportgeschichte der Auto-Union
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20:05 20.07.2014
Archivfoto Quelle: dpa
Zwickau

Der Kurs führte über Friedrichsgrün, Grünhain und Schmalzgrube. Die Oldtimerausfahrt stand in diesem Jahr unter dem Motto „80 Jahre Silberpfeile“.

Damit sollte an die Rennsportgeschichte der ehemaligen Auto-Union erinnert werden, die einst in Chemnitz ihren Hauptsitz hatte. 1934 waren erstmals Rennwagen des Unternehmens an den Start gegangen. Laut Horch-Museum fuhren diese vor dem Krieg bei 83 Rennen in 18 Ländern 44 Siege und 18 Weltrekorde ein. 

Schirmherr der August-Horch-Klassik war Bernd Rosemeyer, der Sohn eines der bekanntesten Auto-Union-Rennfahrer mit gleichem Namen. Dieser war Anfang 1938 mit 28 Jahren bei einem Rekordversuch auf der Autobahn von Frankfurt nach Darmstadt tödlich verunglückt. Als Mitglied der SS wurde er nach seinem Tod von der Nazi-Propaganda als Idol verehrt. Sein Vater sei ein unpolitischer Mensch gewesen, verteidigte ihn Sohn Bernd Rosemeyer. „Er musste einer regierungsnahen Organisation angehören, um eine Fahrerlizenz zu erhalten.“ Warum er dazu die SS wählte, könne er nicht sagen. Sie habe als Elite gegolten. „Die SS war in ihrer öffentlichen Erscheinung damals nicht das, was wir heute von ihr wissen.“ Rosemeyer ist stolz auf die Leistungen seines Vaters. Ein Journalist habe formuliert: Rudolf Caracciola sei der erfolgreichste Rennfahrer gewesen, Tazio Nuvolari der mutigste und sein Vater der schnellste. „Das sagt alles.“

Die Auto-Union war 1932 aus den vier größten sächsischen Fahrzeugherstellern entstanden: den Zwickauer Luxuswagenproduzenten Horch und Audi sowie der Auto-Sparte der Chemnitzer Wanderer-Werke und DKW aus Zschopau. Sie war in den 30-er Jahren der zweitgrößte deutsche Autohersteller nach Opel.

dpa

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