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Mitteldeutschland Ausbau von Wintersportort Oberhof wird teurer als zunächst geplant
Region Mitteldeutschland Ausbau von Wintersportort Oberhof wird teurer als zunächst geplant
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17:19 14.03.2012
Der kleine Ort Oberhof im Thüringer Wald soll als Aushängeschild für den Spitzensport und als Touristenmagnet aufpoliert werden. Das Land steckt dafür Millionen in Stadtentwicklung und Sportanlagen. Quelle: dpa
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Erfurt/Oberhof

Zuletzt waren für das Förderkonzept noch 25 Millionen Euro veranschlagt worden. Das Kabinett habe jetzt die Finanzierung für die 20 geplanten Projekte beschlossen und die künftigen Betreiberstrukturen für die Sport- und Freizeitanlagen festgelegt. Demnach wird es künftig zwei Gesellschaften - eine gemeinnützige und eine privatwirtschaftliche - geben.

Die notorisch klamme Kleinstadt Oberhof müsse sich mit einem Eigenanteil von 5,3 Millionen Euro an den Investitionen beteiligen. Der kommunale Anteil werde in diesem Jahr aus dem Landesausgleichsstock - einem Hilfsfonds für finanzielle notleidende Gemeinden - kommen, sagte der Oberhofbeauftragte der Landesregierung, Staschewski. Die Projekte sollen bis 2014 realisiert werden. Dazu gehört unter anderem die komplette Neugestaltung des Stadtkerns mit einem Kurpark und einem neuen Busbahnhof sowie die Verlegung zweier Straßen. Dafür sind laut Baustaatssekretärin Inge Klaan rund 10,2 Millionen Euro kalkuliert. Das Bauministerium werde die Vorhaben mit dem maximalen Fördersatz von 85 Prozent unterstützen.

Die derzeit geschlossene Rennsteig-Therme wird den Angaben zufolge mit 8,7 Millionen Euro bis Ende dieses Jahres saniert. Für den rund 2 Millionen Euro teuren Bau eines Multifunktionsgebäudes am Grenzadler oder den Skilift am Fallbachhang soll noch in diesem Jahr der Startschuss fallen. Im Kanzlersgrund entsteht für 5,5 Millionen Euro eine neue Lernschanze. Außerdem wird die Rennschlitten- und Bobbahn saniert.

Die Sport- und Freizeitanlagen sollen in das Eigentum einer gemeinnützigen Gesellschaft übergehen, sagte Sozialstaatssekretär Hartmut Schubert. Dazu werde die Oberhof-Sportstätten GmbH (OSG), an der das Land zu 51 Prozent beteiligt ist, umgewandelt. Betrieben werden sollen die Anlagen von einer anderen GmbH. Dafür kämen etwa die Tourismus GmbH oder die Rennsteig-Thermen GmbH in Betracht. Dieses Konstrukt sei notwendig, um Fördermittel nicht zu gefährden. Allerdings seien auch künftig Zuschüsse nötig.

Mit der Übertragung der Sport-und Freizeitstätten werde der städtische Haushalt von Lasten befreit und die „Braut“ für die „Vermählung“ mit einer anderen Gemeinde hübsch gemacht, betonte Staschewski. Bislang hatte sich für eine Fusion mit Oberhof keine Kommune gefunden. Im Streit um den künftigen Bürgermeisterstatus hatte sich Oberhof zuletzt gerichtlich gegen den Freistaat durchgesetzt. Damit kann in Oberhof am 22. April wieder ein hauptamtliches Stadtoberhaupt gewählt werden.

dpa

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