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Mitteldeutschland Bahn setzt keine Ersatzzüge auf der Strecke Berlin-Leipzig-München ein
Region Mitteldeutschland Bahn setzt keine Ersatzzüge auf der Strecke Berlin-Leipzig-München ein
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19:40 22.12.2009
Quelle: dpa
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Hamburg/Leipzig

„Leider können wir keine Ersatzzüge zur Verfügung stellen, da zurzeit alles fährt, was fahren kann“, erklärte der Sprecher von DB Bahn Vertrieb, Andreas Fuhrmann. Es werde daher in den Zügen, die noch fahren, „sehr, sehr voll werden“. Wenn jemand für einen Zug reserviert habe, der nun ausfalle, dann „verfällt leider die Reservierung. Das tut uns auch sehr leid“, betonte Fuhrmann.

Die Deutsche Bahn hatte am Dienstagabend mitgeteilt, dass die ICE-Schnellzüge auf der Strecke Berlin-Leipzig-Nürnberg-München vom 23. bis 27. Dezember nur im Zwei-Stunden-Takt statt wie üblich jede Stunde fahren. Zur Begründung hieß es, die Züge müssten wegen des Winterwetters besonders intensiv gewartet werden. Einzelheiten konnte ein Sprecher auf Anfrage nicht nennen. Es handele sich aber nicht um einen technischen Defekt.

Der Bahnsprecher bat die Fahrgäste, sich im Internet unter www.bahn.de/aktuell oder unter der Telfonnummer (01805) 99 66 33 darüber zu informieren, welche Züge fahren. Für die Reisetage ab Donnerstag (24.12.) stünden die Fahrpläne am Mittwoch (23.12.) zur Verfügung.

Schlechte Nachricht für Bahnfahrer auf der ICE- Strecke Berlin-Leipzig-Nürnberg-München: Die Bahn plant trotz des angekündigten Ausfalls von jedem zweiten ICE-Schnellzug über Weihnachten keinen Ersatz. „Leider können wir keine Ersatzzüge zur Verfügung stellen, da zurzeit alles fährt, was fahren kann“, erklärte der Sprecher von DB Bahn Vertrieb, Andreas Fuhrmann.
Bereits am Dienstagvormittag mussten auf der Bahnstrecke zwischen Dresden und Leipzig mit Behinderungen in Kauf genommen werden. Grund für die zahlreichen Verspätungen war ein tödlicher Unfall auf dem Bahnhof in Oschatz.
Ein Regionalzug von Leipzig nach Dresden erfasste einen Unbekannten auf dem Bahnhof in Oschatz. Quelle: Dirk Hunger

“Ein noch unbekannter Mann ist am Morgen von einem Zug erfasst worden und dabei ums Leben gekommen“, sagte Mario Köpp, Sprecher der Polizeidirektion Westsachsen gegenüber LVZ-Online. Er sprang im Oschatzer Bahnhof plötzlich vor den herannahenden Regionalexpress und legte sich auf die Gleise. Der Zug 17451 sei von Leipzig nach Dresden unterwegs gewesen und habe den Bahnhof Oschatz um 9.43 Uhr erreicht. „Der Zugführer leitete sofort eine Notbremsung ein, konnte den Zusammenprall aber nicht verhindern“, so Köpp weiter. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

“Die Strecke ist nicht gesperrt, wir müssen die Züge aber an der Unfallstelle vorbei leiten“, erklärte Bahnsprecher Jörg Bönisch. Es komme auch auf weiteren Strecken zu Verspätungen. „In Leipzig treffen sich Intercity-Züge aus verschiedenen Richtungen. Wir lassen die Züge hier warten, damit die Reisenden ihre Anschlüsse schaffen.“ Die Bahnstrecke wurde bis 10.25 Uhr vollständig gesperrt. Das Gleis Richtung Dresden bleibt bis zum Abschluss der Ermittlungen gesperrt. Wann es wieder freigegeben wird, war am Dienstag zunächst nicht bekannt.

Anne-Kathrin Sturm/Christiane Lösch/dpa

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