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Mitteldeutschland Bahnstreik: Platzeck soll vermitteln - GDL will Streik nicht abbrechen - Jubel für Weselsky
Region Mitteldeutschland Bahnstreik: Platzeck soll vermitteln - GDL will Streik nicht abbrechen - Jubel für Weselsky
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14:04 06.05.2015
Matthias Platzeck (SPD) soll im Tarifstreit von Bahn und GDL vermitteln. (Archivbild) Quelle: dpa
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Berlin

Die Bahn schlage dafür Brandenburgs Ex-Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) vor, der dazu auch bereit sei.

Die GDL könne zusätzlich eine Person ihres Vertrauens hinzuziehen. Der Konzern wolle diesen Weg gehen, weil die GDL derzeit „noch nicht bereit ist, in eine Schlichtung einzutreten“, sagte Grube. Die Bahn halte eine Schlichtung unverändert für die beste Lösung, ergänzte er.

Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn will die Lokführergewerkschaft GDL das jüngste Angebot von Bahnchef Rüdiger Grube in Ruhe bewerten. Die GDL werde sich mit der Prüfung Zeit lassen, betonte Gewerkschaftschef Claus Weselsky am Mittwoch bei einer Kundgebung vor dem Kölner Hauptbahnhof. Nach jetzigem Stand gebe es aber keinen Grund, den bis Sonntag geplanten Streik abzubrechen.

Weselsky mit Jubel empfangen

Überhaupt sei Grubes Angebot noch nicht bei der GDL eingegangen, sagte Weselsky. Zum Vorschlag der Bahn, den brandenburgischen Ex-Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) in dem festgefahrenen Konflikt zum Vermittler zu ernennen, äußerte sich Weselsky zunächst nicht. Er wurde von Hunderten GDL-Mitgliedern in Köln mit Jubel empfangen und auf seinem Weg durch die Menge mehrfach umarmt.

Die bei der GDL organisierten Lokführer bestreiken seit Montag und noch bis Sonntag den bundesweiten Bahnverkehr. „Uns geht es um Deeskalation und Befriedung der Gesamtsituation“, sagte der Bahnchef zu dem neuen Vorschlag. „Und schon gar nicht spielen wir auf Zeit im Hinblick auf das anstehende Tarifeinheitsgesetz.“

Dieses Motiv hatte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky mehrmals der Bahn unterstellt. Das Gesetz, das der Bundestag noch in diesem Sommer beschließen will, soll die Tarifmacht kleiner Spartengewerkschaften wie der GDL einschränken. Personalvorstand Ulrich Weber fügte hinzu, „auf das Tarifeinheitsgesetz zu warten, wäre falsch und fahrlässig mit Blick auf unsere Kunden und Mitarbeiter“. Die Bahn wolle einen Kompromiss, zu dem alle stünden. Das könne kein Gesetz erzwingen.

LVZ

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