Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Bergarchiv Freiberg zeigt Umweltzerstörungen der DDR
Region Mitteldeutschland Bergarchiv Freiberg zeigt Umweltzerstörungen der DDR
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:48 05.07.2017
Unter dem Titel "Grau in Grau" ist im sächsischen Freiberg eine Ausstellung zu den Umweltsünden des SED-Regimes zu sehen. Quelle: dpa
Leipzig

Das Bergarchiv im sächsischen Freiberg zeigt seit Mittwoch eine Ausstellung zu den Umweltsünden des SED-Regimes. Auf 15 Schautafeln sind nach Angaben des Sächsischen Staatsarchivs unter anderem Texte und Fotos zur Braunkohleindustrie im ehemaligen DDR-Bezirk Leipzig zu sehen. Die Unterlagen stammen demnach aus der Leipziger Außenstelle des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, die die Ausstellung konzipiert hat. Unter dem Titel „Grau in Grau.

Die Umweltsituation im Bezirk Leipzig - die Stasi und der 'Grüne Feind'“ ist sie bis 15. Oktober zu sehen. Ergänzt wird die Ausstellung von zwei Vitrinen, die Originaldokumente zur Umweltproblematik zeigen. Bergarchivs-Leiter Peter Hoheisel sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd), die SED-Führung habe einen ziemlich guten Überblick darüber gehabt, „welche Schadstoffe sie ausstoßen, haben aber nichts getan“. Detailreich dokumentierten die ausgestellten Schriftstücke die Umweltzerstörung durch den Braunkohletagebau. „Die SED wusste um den Besitz dieser Umweltdaten, hat sie aber geheimgehalten“, sagte Hoheisel.

Als sich Umweltgruppen ab den 1980er Jahren mit dem Thema beschäftigten, seien sie von der Staatssicherheit bespitzelt und überwacht worden. Auch dies sei in der Ausstellung dokumentiert. Im Bergarchiv Freiberg lagern den Angaben zufolge 30.000 Fotos zur sächsischen Bergbau- und Montangeschichte. Hinzu kommen etwa 4.500 Akten sowie 60.000 Karten, Risse und Pläne. Das älteste Dokument stamme aus dem Jahr 1477, das jüngste von 2005. Pro Jahr kommen demnach bis zu 1.500 Besucher in das Archiv.

lvz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Drei Jahre an eine Grund-, Förder- oder Oberschule, danach garantiert ans Gymnasium. Sachsen macht Gymnasiallehrern ein Einstellungsangebot.

05.07.2017

In der Nähe von Hoyerswerda ist am Mittwoch ein Wolf überfahren worden. Das Tier starb noch am Unfallort. Immer wieder werden Wölfe Opfer von Verkehrsunfällen.

05.07.2017

Nach dem schweren Busunglück mit 18 Toten auf der A9 in Oberfranken befinden sich noch zehn Reisende aus Sachsen in Krankenhäusern. Bisher konnten 16 Verletzte aus Kliniken entlassen werden.

05.07.2017