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Bergarchiv Freiberg zeigt Umweltzerstörungen der DDR

Freiberg Bergarchiv Freiberg zeigt Umweltzerstörungen der DDR

Unter dem Titel "Grau in Grau" ist im sächsischen Freiberg eine Ausstellung zu den Umweltsünden des SED-Regimes zu sehen. 15 Schautafeln zeigen unter anderem Fotos und Texte zur Braunkohleindustrie.

Unter dem Titel "Grau in Grau" ist im sächsischen Freiberg eine Ausstellung zu den Umweltsünden des SED-Regimes zu sehen.

Quelle: dpa

Leipzig. Das Bergarchiv im sächsischen Freiberg zeigt seit Mittwoch eine Ausstellung zu den Umweltsünden des SED-Regimes. Auf 15 Schautafeln sind nach Angaben des Sächsischen Staatsarchivs unter anderem Texte und Fotos zur Braunkohleindustrie im ehemaligen DDR-Bezirk Leipzig zu sehen. Die Unterlagen stammen demnach aus der Leipziger Außenstelle des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, die die Ausstellung konzipiert hat. Unter dem Titel „Grau in Grau.

Die Umweltsituation im Bezirk Leipzig - die Stasi und der 'Grüne Feind'“ ist sie bis 15. Oktober zu sehen. Ergänzt wird die Ausstellung von zwei Vitrinen, die Originaldokumente zur Umweltproblematik zeigen. Bergarchivs-Leiter Peter Hoheisel sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd), die SED-Führung habe einen ziemlich guten Überblick darüber gehabt, „welche Schadstoffe sie ausstoßen, haben aber nichts getan“. Detailreich dokumentierten die ausgestellten Schriftstücke die Umweltzerstörung durch den Braunkohletagebau. „Die SED wusste um den Besitz dieser Umweltdaten, hat sie aber geheimgehalten“, sagte Hoheisel.

Als sich Umweltgruppen ab den 1980er Jahren mit dem Thema beschäftigten, seien sie von der Staatssicherheit bespitzelt und überwacht worden. Auch dies sei in der Ausstellung dokumentiert. Im Bergarchiv Freiberg lagern den Angaben zufolge 30.000 Fotos zur sächsischen Bergbau- und Montangeschichte. Hinzu kommen etwa 4.500 Akten sowie 60.000 Karten, Risse und Pläne. Das älteste Dokument stamme aus dem Jahr 1477, das jüngste von 2005. Pro Jahr kommen demnach bis zu 1.500 Besucher in das Archiv.

lvz

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