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News Besetzer in Erfurt machen weiter - Gespräch im Kultusministerium

Besetzer in Erfurt machen weiter - Gespräch im Kultusministerium

Die Besetzer des ehemaligen Stasi-Gefängnisses in Erfurt machen weiter. „Wir wollen schon etwas Handfestes mit nach Hause nehmen, wenn wir abbrechen, etwa die Zusage der Trägerschaft für die künftige Gedenkstätte oder die Mitbestimmung“, sagte der Vorsitzende des Vereins Freiheit e.

Erfurt. V., Joachim Heise, am Montagabend nach einem Gespräch mit dem Kultus-Staatssekretär Thomas Deufel in der Haftanstalt. Die Aktion mit sechs Besetzern hatte am Neujahrstag begonnen, einer der Männer ist seitdem im Hungerstreik. „Wir sind gesprächsbereit, aber nicht endlos“, sagte Heise. Nach Meinung der Besetzer setzt der Staatssekretär auf Zeit. „Und die haben wir nicht.“ Seit vier Jahren würden sie immer wieder hingehalten.

Staatssekretär Deufel geht seinerseits von einem künftigen Miteinander aus. „Es war ein gutes Gespräch“, sagte er der dpa. Es sei vereinbart worden, in den nächsten Wochen einen unterschriftsreifen Vertrag auf den Tisch zu legen, in dem sich insbesondere die Betroffenen wiederfinden. „Ich weiß, dass Opfer ungeduldig sein müssen. Dies haben sie sich schmerzhaft erarbeiten müssen.“ Er habe die Besetzer dennoch um Geduld gebeten. „Miteinander arbeiten, ist jetzt wichtiger, als Druck auszuüben.“ Für den Dienstag habe er alle Beteiligten in das Ministerium zu einem weiteren Gespräch eingeladen.

Der Geschichtsverein, dem rund 70 ehemalige Stasi-Häftlinge und politisch Interessierte angehören, kämpft seit Jahren um eine würdige Gedenkstätte in den alten Gefängnismauern. Zwischen 1952 und 1989 sollen dort von der Staatssicherheit rund 5000 Menschen geistig und körperlich gefoltert worden sein. Deufel stellte klar, dass es derzeit weder konkrete Planungen für Sanierung und Ausbau der Erinnerungsstätte, noch zur Trägerschaft und Ausstellungskonzept gebe. Anderslautende Vereins-Informationen waren der Auslöser für die Besetzung des Stasi-Gefängnisses gewesen.

dpa

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